Nandrolon

Wirkstoff: Nandrolon (Nandrolone). 19-Nor-Steroid, das anabolste unter den klinisch untersuchten: 4,5 kg magere Masse in sechs Monaten bei Dialysepatienten, halbierte Wirbelbruchrate bei Osteoporose. Eine einzige Ampulle senkt das eigene Testosteron um 89 Prozent.

Auch bekannt als: Deca, Deca-Durabolin, Nandrolon-Decanoat, NPP, Nandrolon, Nandrolone

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Was es ist

Nandrolon ist 19-Nortestosteron: Testosteron ohne die Methylgruppe an Position 19, die sonst am Kohlenstoff 10 sitzt. Die Summenformel lautet C₁₈H₂₆O₂, also ein Kohlenstoffatom weniger als beim Testosteron. Diese Leerstelle gibt der ganzen Stoffgruppe ihren Namen, zu der auch Trenbolon gehört und das orale Norethandrolon.

Der Stoff selbst wird nicht geschluckt. Verabreicht wird er als Ester, der im Gewebe langsam abgespalten wird: Nandrolondecanoat mit der langen Fettsäure, seit Jahrzehnten unter dem Namen Deca-Durabolin im Handel, und Nandrolonphenylpropionat mit der kurzen. Der Ester ist kein anderer Wirkstoff, er bestimmt nur, wie schnell und wie lange etwas ankommt.

Wie es wirkt

Warum die Leerstelle die Androgenität senkt

Testosteron wird in Haut, Prostata und Haarfollikel durch die 5-Alpha-Reduktase in Dihydrotestosteron umgewandelt, also in ein stärkeres Androgen. Bei Nandrolon läuft dieselbe Reaktion, aber das Ergebnis heißt Dihydronandrolon und bindet den Androgen-Rezeptor schwächer als die Ausgangssubstanz. In genau den Geweben, die für Akne, Haarausfall und Prostatawachstum zuständig sind, wird der Stoff also entschärft statt verstärkt, während er im Muskel unverändert ankommt. Das ist die Lehrbucherklärung für das Verhältnis, das Nandrolon berühmt gemacht hat: stark aufbauend, vergleichsweise wenig vermännlichend.

Gemessen ist das. In einer Verdrängungsreihe an Skelettmuskel von Ratte und Kaninchen und an Rattenprostata band Nandrolon den Androgenrezeptor stärker als jeder andere geprüfte Wirkstoff außer Metribolon, und damit deutlich stärker als Testosteron selbst. Von den hier besprochenen Stoffen steht Nandrolon in dieser Rangfolge ganz oben.

Dieselbe Arbeit widerlegt allerdings die übliche Erklärung für das Verhältnis von anabol zu androgen. Das Verhältnis der Bindungsstärke im Muskel zu der in der Prostata, also der Versuch, die muskelaufbauende Vorliebe eines Stoffes als Zahl zu fassen, lag bei allen geprüften Steroiden nahe bei eins und schwankte meist nur zwischen etwa 0,4 und 1,7. Der Rezeptor unterscheidet die Gewebe also kaum. Was Nandrolon im Muskel anders macht als an Haut und Prostata, muss demnach nach der Bindung geschehen, und die 5-Alpha-Reduktase ist dafür die naheliegendste Erklärung. Eine Bindungsmessung am Progesteronrezeptor liess sich weiterhin nicht finden.

Was eine einzige Spritze anrichtet

Hier gibt es harte Zahlen, und sie sind eindrücklicher als jede Faustregel. Gesunde Männer bekamen eine einzige Injektion von 100 mg Nandrolondecanoat unter die Haut. Das Nandrolon im Blut erreichte seinen Höchstwert von 2,50 ng/ml nach im Mittel 6 Tagen, mit einer Spanne von 4 bis 13 Tagen. Das eigene Testosteron fiel dabei von 3,50 ng/ml auf einen Tiefstwert von 0,38 ng/ml, also um 89 Prozent, im Mittel nach 8 Tagen.

Eine zweite Arbeit an elf gesunden Männern zwischen 29 und 46 Jahren gab 150 mg Nandrolondecanoat in den Muskel und maß an den Tagen 0, 4 und 14. LH und FSH waren nach vier Tagen deutlich unterdrückt, das gesamte und das bioverfügbare Testosteron blieben über den ganzen Beobachtungszeitraum gesenkt.

Eine Ampulle, und die Achse liegt für Wochen. Das ist der Grund, warum dieser Stoff sich nicht für einen Versuch eignet: Wer ihn einmal probiert, hat die Entscheidung für die nächsten Wochen bereits getroffen.

Aromatisierung und die zweite Hormonseite

Nandrolon wird von der Aromatase umgesetzt, aber langsamer als Testosteron; entsprechend fällt der Estradiolanstieg geringer aus. Gynäkomastie tritt trotzdem auf, und der Grund dafür wird üblicherweise in einer gestagenen Wirkung des Moleküls gesucht. Diese Zuschreibung ist plausibel, weil die 19-Nor-Struktur der des Progesterons nahesteht, und sie ist für diesen Stoff nicht gemessen.

Was die Studien zeigen

Nandrolon gehört zu den wenigen anabolen Steroiden mit einer richtigen klinischen Studienlage, und sie stammt fast vollständig aus der Medizin: aus der Dialyse, aus der HIV-Behandlung und aus der Osteoporose. Gesunde Trainierende kommen darin nicht vor.

Magere Masse

Der Ausgangspunkt ist eine Untersuchung an 29 Dialysepatienten, die sechs Monate lang wöchentlich 100 mg Nandrolondecanoat oder ein Placebo in den Muskel bekamen. Die magere Masse stieg unter Nandrolon um 4,5 kg, unter Placebo um 1,9 kg, der Unterschied zwischen den Gruppen war deutlich. Die Zeit für einen Geh- und Treppensteigtest fiel von 36,5 auf 32,7 Sekunden, während sie in der Placebogruppe von 38,7 auf 42,1 Sekunden stieg. Die Griffkraft änderte sich in keiner der beiden Gruppen.

Was Nandrolon an magerer Masse bringt
Zwei kontrollierte Versuche an kranken Menschen: 29 Dialysepatienten über 6 Monate, HIV-Patienten mit Gewichtsverlust über 12 Wochen
Nandrolon Nandrolon, Dialyse, 100 mg je Woche, 6 Monate: +4,5 kg magere Masse Placebo Placebo, Dialyse, 6 Monate: +1,9 kg magere Masse Nandrolon Nandrolon, HIV, 150 mg alle zwei Wochen, 12 Wochen: +1,6 kg magere Masse Placebo Placebo, HIV, 12 Wochen: +0,4 kg magere Masse +4,5 kg +1,9 kg +1,6 kg +0,4 kg 0 1 2 3 4 5 Zuwachs an magerer Masse, in Kilogramm Nandrolon Placebo
Die beiden Versuche stammen aus verschiedenen Arbeiten mit verschiedenen Krankheitsbildern, Dosen und Laufzeiten; vergleichbar ist die Richtung und die Größenordnung, nicht die Zahl. Auch die Placebogruppen legten zu, in der Dialysestudie um 1,9 kg. Wer nur den Balken unter Nandrolon liest, schreibt dem Wirkstoff die Betreuung mit zu.

Bei HIV-Patienten mit mildem bis mäßigem Gewichtsverlust brachten 150 mg alle zwei Wochen über zwölf Wochen einen Zuwachs von 1,6 kg magerer Masse gegenüber 0,4 kg unter Placebo. Bemerkenswert ist der dritte Arm dieser Studie: Wachstumshormon, täglich 6 mg unter die Haut, brachte 2,5 kg, und der Unterschied zu Nandrolon war statistisch nicht gesichert. Unter Wachstumshormon traten dabei häufiger Nebenwirkungen und Studienabbrüche auf.

Der Befund, auf den es ankommt

Die aufschlussreichste Arbeit setzte 79 Dialysepatienten in einen Versuch mit vier Gruppen: wöchentlich Nandrolondecanoat oder Placebo, jeweils mit oder ohne Krafttraining, zwölf Wochen lang. Unter Nandrolon stieg die magere Masse um 3,1 kg, unter Training allein nicht bedeutsam. Der Querschnitt des Oberschenkelmuskels nahm unter beidem zu, und die Wirkungen addierten sich. Die Kraft stieg durch das Training, und zwar in genau den trainierten Bewegungen. Die selbst berichtete körperliche Funktionsfähigkeit verbesserte sich unter dem Training.

Das Steroid brachte die Masse, das Training brachte die Funktion. Beides in derselben Studie, an denselben Patienten, mit derselben Messmethode. Wer den Wirkstoff nimmt und das Training weglässt, kauft sich die Kilogramm ohne das, wofür man sie haben wollte.

Ein Endpunkt, den sonst kein Steroid vorweist

65 Frauen über 70 Jahren mit Osteoporose bekamen zwei Jahre lang alle drei Wochen 50 mg Nandrolondecanoat oder ein Placebo, alle dazu täglich 500 mg Calcium. Die Knochendichte stieg an der Lendenwirbelsäule um 3,4 und 3,7 Prozent nach einem und nach zwei Jahren, am Schenkelhals um 4,1 und 4,7 Prozent. Die magere Masse nahm um 6,2 und 11,9 Prozent zu, das Hämoglobin nach zwei Jahren um 14,3 Prozent.

Entscheidend ist aber nicht die Knochendichte, sondern was daraus folgte: neue Wirbelkörperbrüche traten bei 21 Prozent der behandelten Frauen auf und bei 43 Prozent unter Placebo. Das ist ein Ereignis und kein Messwert, und es ist unter den anabolen Steroiden eine Seltenheit.

Übertragen lässt sich davon wenig. Alle vier Arbeiten liefen an kranken Menschen mit Mangelzuständen, in Dosen zwischen 50 mg alle drei Wochen und 200 mg je Woche, also unterhalb dessen, was im Sport üblich ist. Wer bei einem Dialysepatienten 4,5 kg magere Masse gewinnt, holt einen Teil davon aus einem Defizit heraus. Für gesunde Trainierende in hoher Dosierung gibt es keine solche Untersuchung, und es wird sie nicht geben.

Dosierung

  • Der Ester bestimmt den Rhythmus, nicht die Menge. Nach einer einzelnen Gabe Decanoat lag der Höchstwert im Blut bei im Mittel 6 Tagen, mit einer Spanne von 4 bis 13. Diese Spanne ist der eigentliche Punkt: derselbe Plan trifft zwei Menschen verschieden.
  • Die untersuchten Dosen liegen zwischen 50 mg alle drei Wochen und 200 mg je Woche. Alles darüber ist Szenepraxis ohne Untersuchung, und die üblichen 400 bis 600 mg liegen um ein Mehrfaches darüber. Dass eine Dosis wirkt, ist damit nicht gesagt, dass sie geprüft wurde, aber schon.
  • Ohne Training ist der Zuwachs die falsche Währung. In der Vierfeldstudie kam die Masse vom Wirkstoff und die Funktion vom Training. Ein Plan ohne den zweiten Teil bezahlt die Nebenwirkungen für die Hälfte des Ergebnisses.
  • Eine Basis aus Testosteron gehört dazu. Nandrolon unterdrückt die eigene Produktion nahezu vollständig und liefert dabei kaum Estradiol nach. Wer es allein fährt, hat Androgen und Östrogen zugleich niedrig, mit den bekannten Folgen für Gelenke, Libido und Stimmung, siehe Östrogen.
  • Die Nachweiszeit ist außergewöhnlich lang. Für getestete Sportler ist Nandrolon aus diesem Grund der ungeeignetste Stoff der ganzen Gruppe, unabhängig von seiner Wirkung.
  • Vorher messen, was hinterher zählt. Blutfette und Hämatokrit gehören vor die erste Gabe, denn beide bewegen sich nachweislich und beide sind ohne Ausgangswert nicht einzuordnen.

Nebenwirkungen

Die eigene Achse

Was passiert: Zugeführtes Androgen meldet dem Gehirn ein volles Konto, LH und FSH fallen, der Hoden stellt die Produktion ein, siehe HPTA-Achse. Bei Nandrolon geschieht das schnell und vollständig: eine einzige Gabe von 100 mg senkte das Testosteron um 89 Prozent, und nach 150 mg waren LH und FSH schon am vierten Tag unterdrückt.

Wovon es abhängt: Vom Ester und von der Dauer. Das Decanoat gibt über Wochen ab, die Unterdrückung endet also nicht mit der letzten Spritze. Was folgt daraus: Wie lange die Erholung dauert, ist für diesen Stoff nicht untersucht. In der Szene kursiert die Angabe von zwölf Monaten und mehr; eine Arbeit, die das gemessen hätte, liess sich nicht finden. Belegt ist die Tiefe der Unterdrückung, nicht die Dauer der Erholung. Was man tun kann: Den Ausstieg vor dem Einstieg planen und die lange Abgabedauer des Decanoats einrechnen, statt die Erholung am Tag der letzten Spritze beginnen zu lassen. Für den Wiederanlauf sind HCG und Clomifen die etablierten Mittel, beide verschreibungspflichtig.

Blutfette

Was passiert: Schon eine einzelne Gabe von 150 mg erhöhte bei elf gesunden Männern das Gesamtcholesterin und das Apolipoprotein B nach 14 Tagen deutlich. Bei 80 Prozent der Teilnehmer stieg vier Tage nach der Injektion zusätzlich die Menge der Boten-RNA für die HMG-CoA-Reduktase, also für das Schlüsselenzym der körpereigenen Cholesterinherstellung.

Wovon es abhängt: Von Dosis und Dauer. Die Arbeit misst eine einzige Injektion; was über Monate geschieht, ist damit nicht bestimmt. Was folgt daraus: Apolipoprotein B zählt die atherogenen Teilchen und ist damit aussagekräftiger als das Gesamtcholesterin allein, siehe kardiovaskuläre AAS-Risiken. Dass sich beide nach einer einzelnen Ampulle messbar bewegen, ordnet die Größenordnung ein. Was man tun kann: Das Lipidprofil vor Beginn und nach vier Wochen messen und dabei ApoB mitbestimmen lassen. Ein gefallenes HDL ist ein Grund, die Dosis zu senken, und keiner, die Messung künftig wegzulassen.

Sexualfunktion

Was passiert: Erektionsstörungen und nachlassendes Verlangen unter Nandrolon sind so verbreitet, dass sie in der Szene einen eigenen Namen tragen. Der naheliegende Weg dorthin ist der hormonelle: das eigene Testosteron fällt um fast 90 Prozent, und weil Nandrolon nur wenig aromatisiert, fällt das Estradiol mit. Beides zusammen ist eine bekannte Ursache für genau diese Beschwerden.

Die verbreitete Erklärung lautet anders, nämlich über einen Anstieg des Prolaktins. Eine Arbeit, die bei Männern unter Nandrolon einen Prolaktinanstieg mit Erektionsstörungen in Verbindung bringt, liess sich in der hier durchgesehenen Literatur nicht finden. Damit ist die Erklärung nicht widerlegt, sie ist unbelegt, und das ist ein Unterschied. Wer auf Verdacht Cabergolin dagegen nimmt, behandelt eine Vermutung mit einem Medikament, das eigene Nebenwirkungen hat.

Wovon es abhängt: Von der Dosis, von der Dauer und davon, ob eine Testosteronbasis danebensteht. Was folgt daraus: In der HIV-Studie verbesserte sich die Sexualfunktion unter Nandrolon gegenüber Placebo sogar, allerdings bei Männern mit niedrigem Ausgangswert und ohne Begleitsteroide. Der Unterschied zur Kur liegt in der Ausgangslage. Was man tun kann: Erst messen, dann behandeln. Testosteron, Estradiol und Prolaktin gehören zusammen bestimmt, bevor eine Ursache angenommen wird; in den meisten Fällen erklärt schon das Hormonpaar aus zu niedrigem Testosteron und zu niedrigem Estradiol den Befund.

Sehnen und Gelenke

Was passiert: Nandrolon gilt als gelenkfreundlich, und die Erklärung dafür lautet, es steigere die Kollagenbildung. Der eine biomechanische Versuch, der sich dazu finden liess, zeigt etwas anderes. 48 Ratten wurden auf vier Gruppen verteilt, mit und ohne anaboles Steroid, mit und ohne tägliches Training; nach sechs Wochen wurden die Achillessehnen geprüft. Unter dem Steroid waren die Sehnen steifer, nahmen weniger Energie auf und rissen bei geringerer Dehnung. Die Reißfestigkeit war unverändert, die Fibrillen sahen unter dem Elektronenmikroskop gleich aus, und der Effekt bildete sich nach dem Absetzen vollständig zurück.

Das ist ein Rattenversuch, er benennt das verwendete Steroid im Abstract nicht, und eine steifere Sehne muss nicht dasselbe sein wie ein schmerzendes Gelenk. Als Beleg gegen die Gelenkfreundlichkeit taugt er deshalb nicht. Er taugt aber als Beleg dafür, dass die Gegenrichtung ebenso denkbar ist, und die verbreitete Behauptung steht auf keiner besseren Grundlage.

Wovon es abhängt: Vermutlich vom Wasser, das der Stoff im Gewebe hält, und nicht vom Kollagen: Nandrolon lagert Wasser ein, und ein besser gepolstertes Gelenk fühlt sich anders an, ohne dass sich an der Struktur etwas geändert hätte. Was folgt daraus: Ein Gelenk, das unter Nandrolon nicht mehr wehtut, ist nicht geheilt. Wer die Beschwerdefreiheit für eine Ausheilung hält, belastet weiter und findet das Problem nach dem Absetzen unverändert vor, siehe Sehnen. Was man tun kann: Die Belastungssteigerung an dem ausrichten, was die Sehne verträgt, und nicht an dem, was sich anfühlt. Eine bestehende Sehnenreizung wird unter Nandrolon nicht behandelt, sondern übertönt.

Einordnung

Nandrolon ist unter den anabolen Steroiden der mit der besten Studienlage, und diese Studienlage sagt zweierlei. Der Stoff wirkt: 4,5 kg magere Masse in sechs Monaten bei Dialysepatienten, 3,1 kg in zwölf Wochen, und bei osteoporotischen Frauen halbierte er über zwei Jahre die Zahl neuer Wirbelkörperbrüche. Das sind keine Marker, das sind Ergebnisse.

Der zweite Teil steht in derselben Vierfeldstudie und wird selten mitzitiert: Die Funktion kam vom Training, nicht vom Wirkstoff. Für jemanden, der ohnehin trainiert, ist das die eigentliche Auskunft. Der Stoff addiert Masse zu dem, was das Training aufbaut, er ersetzt es nicht, und in der einen Studie, in der beides getrennt geprüft wurde, war das Training der Teil mit dem spürbaren Ergebnis.

Der Preis ist ungewöhnlich klar beziffert. Eine einzige Ampulle senkt das eigene Testosteron um 89 Prozent und bewegt binnen zwei Wochen die Blutfette. Bei einem Stoff mit dieser Abgabedauer bedeutet das: Die Entscheidung fällt mit der ersten Spritze und nicht mit der letzten.

Zwei verbreitete Zuschreibungen halten der Nachprüfung nicht stand. Dass Nandrolon die Gelenke schützt, indem es Kollagen aufbaut, findet in dem einen auffindbaren biomechanischen Versuch keine Stütze, sondern eher das Gegenteil. Und dass die bekannten Erektionsstörungen über das Prolaktin laufen, ist eine Erklärung ohne Beleg; die naheliegendere steht in denselben Arbeiten, die den Testosteronabfall gemessen haben.

Was die Sache entscheiden würde, ist in beiden Fällen dieselbe Art von Arbeit: eine Messung von Prolaktin, Testosteron und Estradiol bei Männern unter Nandrolon mit erfasster Sexualfunktion, und eine Sehnenuntersuchung am Menschen statt an der Ratte. Beides ist machbar und beides fehlt.

Quellen

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  2. Johansen KL et al. Effects of resistance exercise training and nandrolone decanoate on body composition and muscle function among patients who receive hemodialysis: a randomized, controlled trial. J Am Soc Nephrol. 2006. PubMed
  3. Storer TW et al. A randomized, placebo-controlled trial of nandrolone decanoate in human immunodeficiency virus-infected men with mild to moderate weight loss with recombinant human growth hormone as active reference treatment. J Clin Endocrinol Metab. 2005. PubMed
  4. Frisoli A Jr et al. The effect of nandrolone decanoate on bone mineral density, muscle mass, and hemoglobin levels in elderly women with osteoporosis. J Gerontol A Biol Sci Med Sci. 2005. PubMed
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  6. Singh GK et al. Pharmacokinetic-pharmacodynamic study of subcutaneous injection of depot nandrolone decanoate using dried blood spots sampling coupled with ultrapressure liquid chromatography tandem mass spectrometry assays. J Clin Endocrinol Metab. 2014. PubMed
  7. Inhofe PD et al. The effects of anabolic steroids on rat tendon. An ultrastructural, biomechanical, and biochemical analysis. Am J Sports Med. 1995. PubMed
  8. Saartok T, Dahlberg E, Gustafsson JA. Relative binding affinity of anabolic-androgenic steroids: comparison of the binding to the androgen receptors in skeletal muscle and in prostate, as well as to sex hormone-binding globulin. Endocrinology. 1984. PubMed

Dieser Artikel wurde unter Einsatz von KI-Systemen erstellt. Mehr dazu