Anabol
Anabol heißt aufbauend: Stoffwechselvorgänge, die aus kleinen Bausteinen größere Moleküle oder Gewebe machen und dafür Energie verbrauchen. Das Gegenstück ist katabol.
Auch bekannt als: anabole Stoffwechsellage, Anabolismus, aufbauender Stoffwechsel
Anabol heißt aufbauend. Gemeint sind alle Vorgänge im Stoffwechsel, die aus kleinen Bausteinen größere Moleküle oder ganzes Gewebe zusammensetzen und dafür Energie verbrauchen: aus Aminosäuren wird Muskelprotein, aus Glukose wird Glykogen, aus Fettsäuren wird Speicherfett. Das Wort beschreibt die Richtung eines Vorgangs, nicht seinen Nutzen.
Das Gegenstück ist katabol, also abbauend. Beide laufen immer gleichzeitig; der Körper baut ständig auf und ab. Was zählt, ist, welche Richtung über einen Zeitraum überwiegt. Genau das meint der Ausdruck „anabole Stoffwechsellage“. Nicht zu verwechseln ist das Wort mit den anabolen Steroiden: Die sind nach dieser Wirkrichtung benannt, aber „anabol“ bezeichnet den Vorgang und nicht die Substanzgruppe.
In dieser Wissensbasis begegnet das Wort vor allem beim Muskelaufbau, wo die Muskelproteinsynthese der anabole Teil der Bilanz ist, bei der Hypertrophie als Ergebnis über Wochen, und bei Hormonen wie Insulin, die Nährstoffe in die Zellen schleusen. Ob unter dem Strich aufgebaut wird, entscheidet sich an der Kalorienbilanz und am Proteinbedarf, nicht an einem einzelnen Vorgang.
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