Pregnenolon

Pregnenolon ist eine aus Cholesterin gebildete Steroidvorstufe. Klinische Studien untersuchten es vor allem als Zusatzbehandlung bei psychiatrischen Erkrankungen; ein Nutzen für gesunde oder trainierende Menschen ist nicht gezeigt.

Auch bekannt als: Pregnenolone, Pregnenolon, P5

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Vad det är

Pregnenolon ist ein aus Cholesterin gebildetes Steroid und eine Vorstufe weiterer Steroide. Welche Stoffwechselwege folgen, hängt unter anderem vom Gewebe und seiner Enzymausstattung ab. Die Wirkung eines nachgeordneten Stoffes lässt sich deshalb nicht ohne Weiteres Pregnenolon selbst zuschreiben.

Hur det fungerar

Steroidvorstufe

Die Vorstufenrolle macht eine Veränderung nachgeordneter Hormone durch zusätzliches Pregnenolon plausibel. Ob eine Einnahme deren Spiegel bei gesunden Menschen tatsächlich verändert, wurde in den ausgewählten kontrollierten Studien nicht geprüft.

Bindung an MAP2

In Versuchen mit Rattenhirngewebe, gereinigten Proteinen und kultivierten Rattenneuronen band Pregnenolon an das Mikrotubuli-assoziierte Protein MAP2. Die Bindungskonstante lag bei 30–50 nM; die MAP2-abhängige Tubulinassemblierung nahm dosisabhängig zu.

Das ist ein präklinischer Mechanismus. Es fehlen Messungen, ob eine Einnahme beim Menschen entsprechende Konzentrationen und eine MAP2-Bindung im Gehirn erreicht. Der Laborbefund belegt weder besseres Gedächtnis noch eine wirksame Einnahmedosis.

Vad studierna visar

In einem achtwöchigen Pilotversuch mit 21 randomisierten Menschen mit Schizophrenie oder schizoaffektiver Störung verbesserte sich der Score für Negativsymptome unter Pregnenolon stärker als unter Placebo: im Mittel um 10,38 gegenüber 2,33 Punkten. Die Dosis wurde bis auf 500 mg pro Tag gesteigert. Die zusammengesetzten Kognitionsscores unterschieden sich dagegen nicht signifikant. Eine belastbare Analyse möglicher Untergruppen wurde nicht berichtet.

In einer weiteren Studie mit 120 randomisierten Menschen mit Schizophrenie blieb der zusammengesetzte Kognitionsscore nach acht Wochen ebenfalls ohne signifikanten Vorteil gegenüber Placebo. Ein Test der funktionellen Kapazität fiel günstiger aus. Das ist ein anderer Endpunkt als Kognition; für deren Nullbefund wurde keine belastbare Moderatoranalyse berichtet.

Eine achtwöchige Studie mit 82 Frauen mit chronischer Schizophrenie prüfte 50 mg Pregnenolon pro Tag zusätzlich zu Risperidon. Der primäre PANSS-Gesamtscore unterschied sich nicht signifikant von Placebo: mittlere Differenz −9,41 Punkte, 95-%-Konfidenzintervall −20,24 bis 1,41. Unterschiede bei sekundären Scores blieben nach Korrektur für multiples Testen nicht signifikant. Eine Moderatoranalyse wurde nicht berichtet.

Bei 80 randomisierten Erwachsenen mit bipolarer Depression zeigte eine zwölfwöchige Zusatzbehandlung bis 500 mg pro Tag einen Behandlungs-mal-Zeit-Effekt auf der Hamilton-Depressionsskala, nicht aber auf dem selbstberichteten IDS-SR. Eine bestätigte Effektmoderation wurde nicht berichtet. Die Remissionsrate war auf dem IDS-SR höher, 61 gegenüber 37 Prozent; auf der Hamilton-Skala zeigte sich kein entsprechender Remissionsunterschied.

Diese Studien untersuchten Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen unter Zusatzbehandlung. Weder eine allgemeine Verbesserung von Gedächtnis und Stimmung noch ein Nutzen für Kraft oder Muskelaufbau bei gesunden Menschen ist damit gezeigt. Kontrollierte Untersuchungen dieser sportlichen Endpunkte und nachgeordneter Hormonspiegel bei Gesunden wurden nicht identifiziert.

Dosering

  • Für gesunde oder trainierende Menschen: Eine wirksame oder sichere Dosis lässt sich aus den ausgewählten Studien nicht ableiten. Auch für die verbreitet genannten 10–50 mg pro Tag liegt keine Dosisfindung vor.
  • Untersuchte klinische Dosen: In einer Schizophreniestudie wurden 50 mg pro Tag eingesetzt. Andere psychiatrische Studien steigerten die Dosis bis auf 500 mg pro Tag. Diese Behandlungsdosen sind keine Empfehlung für Gesunde.

Biverkningar

Pregnenolon kann je nach Gewebe und Enzymausstattung über unterschiedliche Steroidwege umgesetzt werden. Welche unerwünschten Wirkungen daraus nach Einnahme beim Menschen entstehen, ist nicht geklärt. Ebenso fehlen eine belastbare Dosis-Risiko-Beziehung und Untersuchungen langfristiger Anwendung.

In der zwölfwöchigen Studie bei bipolarer Depression beschrieben die Autoren die Behandlung bis 500 mg pro Tag als gut verträglich; Häufigkeiten einzelner unerwünschter Ereignisse sind aus den vorliegenden Daten nicht ableitbar. Daraus folgen weder ein Grenzwert für die Überwachung noch Aussagen über seltene oder späte Schäden. Eine belegte Gegenmaßnahme für eine bestimmte Nebenwirkung lässt sich nicht benennen. Wer Pregnenolon im Rahmen einer Behandlung erwägt, sollte Dosis und beobachtete Beschwerden mit der behandelnden Fachperson besprechen.

Klassificering

Pregnenolon ist als Steroidvorstufe und wegen seiner präklinisch gemessenen MAP2-Bindung biologisch interessant. Die klinischen Befunde betreffen einzelne psychiatrische Endpunkte und widersprechen sich teils zwischen Studien oder Messinstrumenten. Für gesunde Menschen und für das Krafttraining ist ein Nutzen nicht gezeigt.

Eine offene Vorhersage bleibt: Wenn zusätzliches Pregnenolon die für das Training relevanten Hormone oder die Leistung verändert, müsste sich das in kontrollierten Studien mit gesunden Trainierenden an Hormonspiegeln sowie Kraft- und Muskelaufbauendpunkten zeigen. Solche Messungen wurden bislang nicht identifiziert.

Källor

  1. Vallée M. Neurosteroids and potential therapeutics: Focus on pregnenolone. J Steroid Biochem Mol Biol. 2016. PubMed
  2. Marx CE et al. Proof-of-concept trial with the neurosteroid pregnenolone targeting cognitive and negative symptoms in schizophrenia. Neuropsychopharmacology. 2009. PubMed
  3. Marx CE et al. Proof-of-concept randomized controlled trial of pregnenolone in schizophrenia. Psychopharmacology (Berl). 2014. PubMed
  4. Brown ES et al. A randomized, double-blind, placebo-controlled trial of pregnenolone for bipolar depression. Neuropsychopharmacology. 2014. PubMed
  5. Kashani L et al. Pregnenolone as an adjunct to risperidone for treatment of women with schizophrenia: A randomized double-blind placebo-controlled clinical trial. J Psychiatr Res. 2017. PubMed
  6. Murakami K et al. Pregnenolone binds to microtubule-associated protein 2 and stimulates microtubule assembly. Proc Natl Acad Sci U S A. 2000. PubMed

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