ACP-105
ACP-105 är en experimentell, icke-steroidal SARM. Anabola effekter har observerats hos kastrerade råttor, medan kontrollerade studier på människor, uppmätt farmakokinetik hos människor och substansspecifika säkerhetsdata saknas.
Auch bekannt als: ACP-105, ACP105
Vad det är
ACP-105 ist ein experimenteller, nichtsteroidaler selektiver Androgenrezeptor-Modulator, kurz SARM. Die ursprüngliche medizinisch-chemische Arbeit ordnet den Stoff einer Reihe neuartiger nichtsteroidaler SARMs zu und berichtet sowohl Rezeptorpharmakologie als auch einen kurzen Tierversuch.
„Selektiv“ bezeichnet hier das Entwicklungsziel, nicht einen am Menschen belegten Schutz bestimmter Organe. Eine quantitative Bindungsaffinität, eine gesicherte Selektivität von Muskel und Knochen gegenüber der Prostata sowie humane Hormon- und Sicherheitsdaten sind in den ausgewerteten Arbeiten nicht belegt.
Hur det fungerar
Androgenrezeptor als Ziel
ACP-105 wurde entwickelt, um den Androgenrezeptor mit einem nichtsteroidalen Molekülgerüst zu modulieren. Die präklinische Arbeit bestätigt die Einordnung in diese rezeptorgerichtete Stoffklasse. Eine genaue Affinität und ein belastbarer quantitativer Vergleich der partiellen Agonistenwirkung mit Testosteron lassen sich aus den ausgewählten Daten jedoch nicht ableiten.
Hier endet die mechanistische Vorhersage: Rezeptorpharmakologie und ein anaboler Tierbefund machen eine Wirkung auf menschliches Muskelgewebe denkbar. Sie zeigen weder einen Aufbau fettfreier Masse noch einen Kraftzuwachs beim Menschen.
Metabolismus
In Mikrosomen- und S9-Modellen wurden 18 ACP-105-Metaboliten vorläufig identifiziert. Die optimierten Modelle bildeten zudem alle sieben Metaboliten ab, die in einer menschlichen Urinprobe nachgewiesen worden waren.
Diese Übereinstimmung ist für den analytischen Nachweis nützlich. Sie bestimmt aber weder die orale Bioverfügbarkeit noch Plasmakonzentration, Wirkdauer oder Toxizität der einzelnen Metaboliten. Das ausgewertete Abstract nennt auch die Konzentrationen der In-vitro-Inkubationen nicht. Ohne diese Werte und ohne humane Plasmakonzentrationen ist kein Abgleich zwischen den Versuchsbedingungen und einem erreichbaren Blutspiegel möglich.
Rechnerische Pharmakokinetik
Sieben Rechenmethoden sagten eine gastrointestinale Absorption von bis zu 100 Prozent, einen LogP von 3,0 bis 3,52 und eine geringe Löslichkeit mit einem LogS zwischen -4,4 und -4,1 voraus.
Dieselben Modelle prognostizierten eine Plasmaproteinbindung von 77 bis 99 Prozent, eine freie Fraktion unter 1 Prozent und ein Verteilungsvolumen von 0,18 bis 12 Litern pro Kilogramm. Die meisten Modelle sagten außerdem eine Passage der Blut-Hirn-Schranke voraus.
CYP3A4 wurde rechnerisch als hauptsächlicher Stoffwechselweg eingeordnet. Beiträge von CYP2C9, CYP2C19, CYP2D6 und UGT wurden ebenfalls vorhergesagt. Die modellierte Halbwertszeit betrug etwa 1,18 Stunden, während die Clearancewerte stark schwankten.
Alle diese Werte sind Modellvorhersagen. Es fehlen gemessene humane Plasmakonzentrationen, Cmax, AUC, orale Bioverfügbarkeit und eine experimentell bestimmte Halbwertszeit. Die Rechenwerte tragen deshalb weder eine Dosis noch ein Einnahmeintervall.
Vad studierna visar
Anaboler Befund bei Ratten
In einer zweiwöchigen chronischen Studie mit kastrierten männlichen Ratten verbesserte ACP-105 nicht näher bezeichnete anabole Parameter. Das Abstract nennt weder Stichprobengröße und vollständige Dosis noch absolute Veränderungen oder eine Effektgröße.
Das Kastrationsmodell untersucht eine besondere Situation mit fehlender körpereigener Androgenwirkung. Der Befund ist kein Nachweis für mehr Muskelmasse oder Kraft bei gesunden Menschen, und eine unabhängige Replikation wurde nicht gefunden.
Kognition und Hirnmarker bei Mäusen
In gonadektomierten männlichen 3xTg-AD-Mäusen stammten die stärksten Amyloid- und Kognitionsbefunde aus einer Kombination von ACP-105 mit AC-186. Die Kombination erhöhte Neprilysin und das insulinabbauende Enzym, senkte Amyloid-beta und verbesserte ausgewählte Kognitionsmaße.
In derselben 3xTg-AD-Mausstudie zeigten mehrere Maße im Morris-Wasser-Labyrinth, das Reversal Learning, die Schwimmgeschwindigkeit, die spontane Lokomotion und der Rotarod-Test keinen signifikanten Behandlungsunterschied.
Auch ein Anstieg des Androgenrezeptorlevels im Gehirn trat nur unter der Kombination auf. Er wurde weder mit ACP-105 allein noch mit DHT beobachtet. Als Bedingungen wurden ACP-105 allein, DHT und die Kombination verglichen. Eine Dosis-Wirkungs-Analyse oder weitere Suche nach Moderatoren ist nicht berichtet. Das Abstract nennt zudem weder Stichprobengröße, Behandlungsdauer noch Dosis.
Die Kombination erlaubt keine Zuordnung der positiven Befunde zu ACP-105. Die Nullbefunde widerlegen nicht jede mögliche Wirkung, begrenzen aber eine pauschale Kognitionsbehauptung. Ein Hirnmarker in einem transgenen Mausmodell ist zudem kein klinischer Kognitionsendpunkt. Auch die rechnerisch vorhergesagte Passage der Blut-Hirn-Schranke schließt diese Lücke nicht.
Humanbefunde
Nach einer einmaligen ACP-105-Exposition von 100 µg wurden in einer menschlichen Urinprobe sieben Metaboliten vorläufig identifiziert. Die In-vitro-Modelle konnten alle sieben abbilden. Diese analytische Arbeit untersuchte keine Muskelmasse, Kraft, Kognition, Verträglichkeit oder Plasmapharmakokinetik.
Eine ACP-105-spezifische randomisierte, placebokontrollierte Humanstudie wurde nicht gefunden. Ebenso fehlt eine ACP-105-spezifische systematische Übersicht oder Metaanalyse mit Effektgrößen. Ohne kontrollierte Humanstudien gibt es auch keine belastbare Suche nach Dosisunterschieden, Ausgangsmangel oder wiederholbar reagierenden Untergruppen. Nicht gezeigt bedeutet hier nicht widerlegt. Die Wirkung am Menschen ist schlicht unentschieden.
Dosering
- Wirksame Humandosis: Es gibt keine validierte Dosis. Eine Angabe in Milligramm pro Tag wäre weder durch eine Dosisfindungsstudie noch durch einen kontrollierten Humanendpunkt getragen.
- Übertragung der Tierstudie: Das Abstract der zweiwöchigen Rattenstudie nennt keine vollständige Dosis. Selbst eine bekannte Tierdosis ließe sich ohne humane Pharmakokinetik nicht direkt in eine Sportdosis umrechnen.
- Analytische Exposition: Die einmalige Exposition von 100 µg wurde in der zitierten Arbeit nur für den Metabolitennachweis ausgewertet. Sie ist weder eine Dosisfindung noch ein Wirksamkeits- oder Sicherheitsnachweis und begründet keine Anwendungsdosis.
- Orale Anwendung: Die vorhergesagte gastrointestinale Absorption von bis zu 100 Prozent ist kein gemessener Wert und keine validierte orale Bioverfügbarkeit.
- Einnahmeintervall: Die rechnerische Halbwertszeit von etwa 1,18 Stunden darf nicht zur Planung einer Einnahmefrequenz verwendet werden. Eine gemessene humane Halbwertszeit fehlt.
Biverkningar
Hormonachse, Lipidstoffwechsel und Leber
Was passiert im Körper? Für ACP-105 wurde beim Menschen weder eine Unterdrückung der Hormonachse noch eine Veränderung von Lipiden oder Leberwerten gemessen. Die analytische Humanarbeit erfasste ausschließlich Metaboliten und keine Sicherheitsendpunkte. Wovon hängt es ab? Eine Abhängigkeit von Dosis, Dauer, Aufnahmeweg oder individueller Veranlagung ist mangels ACP-105-spezifischer Sicherheitsstudien unbekannt. Was folgt daraus? Häufigkeit, klinische Schwellen und Rückbildung möglicher Veränderungen lassen sich nicht beziffern. Was kann man tun? Eine belegte Gegenmaßnahme oder sichere Dosis gibt es nicht. Als allgemeiner Sicherheitshinweis und nicht als ACP-105-spezifische Evidenz gilt: Beschwerden oder auffällige Laborwerte nach einer Exposition sollten medizinisch abgeklärt werden.
Metabolismus und mögliche Wechselwirkungen
Was passiert im Körper? Rechenmodelle ordnen CYP3A4 als wichtigsten Stoffwechselweg ein und sagen weitere Beiträge mehrerer CYP-Enzyme und UGT voraus. Sie zeigen jedoch weder eine tatsächliche Enzymhemmung noch eine Enzyminduktion oder klinische Wechselwirkung. Wovon hängt es ab? Relevant wären die tatsächlich erreichten freien Konzentrationen, die Dosis und gleichzeitig verwendete Stoffe. Gerade diese Werte sind nicht gemessen, und selbst die vorhergesagte Proteinbindung reicht von 77 bis 99 Prozent. Was folgt daraus? Aus der CYP-Zuordnung lässt sich nicht ableiten, ob ein Arzneimittel die ACP-105-Exposition verändert oder ACP-105 seinerseits ein Arzneimittel beeinflusst. Was kann man tun? Es gibt keinen belegten Plan zur Vermeidung solcher Wechselwirkungen. Als allgemeiner Sicherheitshinweis und nicht als ACP-105-spezifische Evidenz gilt: Verschreibungspflichtige Medikamente sollten nicht anhand dieser Rechenwerte eigenständig angepasst werden.
Klassificering
Für Muskelaufbau oder Kraftsport ist eine Wirkung von ACP-105 am Menschen nicht gezeigt. Der gesamte direkte anabole Wirksamkeitsbefund besteht aus einer kurzen Studie in kastrierten Ratten mit unvollständig berichteter Dosis und ohne numerische Effektgröße.
Für eine neuroprotektive oder kognitive Anwendung ist die Grundlage noch schwächer übertragbar. Wesentliche positive Befunde stammen aus einer Kombinationstherapie in einem speziellen Mausmodell, während der untersuchte Hirnrezeptormarker unter ACP-105 allein nicht anstieg und mehrere weitere Endpunkte ohne signifikanten Behandlungsunterschied blieben.
Am belastbarsten ist ACP-105 derzeit als Gegenstand analytischer Forschung: Seine Metaboliten lassen sich untersuchen und mit einer menschlichen Urinprobe abgleichen. Rechenmodelle liefern zusätzlich prüfbare Hypothesen zu Absorption, Verteilung und Abbau, ersetzen aber keine gemessene Pharmakokinetik.
Trägt die präklinische anabole Vorhersage, müsste eine randomisierte, placebokontrollierte Dosisfindungsstudie beim Menschen Veränderungen von fettfreier Masse oder Kraft gegenüber Placebo zeigen. Gleichzeitig müssten Plasmakonzentrationen, Sexualhormone, Lipide, Leberwerte und weitere Sicherheitsendpunkte erfasst werden. Bis eine solche Kette gemessen ist, gibt es keine belegte Anwendergruppe, keine validierte Dosis und keine Grundlage für die Aussage, ACP-105 wirke beim Menschen.
Källor
- Schlienger N et al. Synthesis, structure-activity relationships, and characterization of novel nonsteroidal and selective androgen receptor modulators. J Med Chem. 2009. PubMed
- George S et al. Nonsteroidal selective androgen receptor modulators and selective estrogen receptor β agonists moderate cognitive deficits and amyloid-β levels in a mouse model of Alzheimer's disease. ACS Chem Neurosci. 2013. PubMed
- Broberg MN et al. A multivariate data analysis approach for the investigation of in vitro derived metabolites of ACP-105 in comparison with human in vivo metabolites. J Chromatogr B Analyt Technol Biomed Life Sci. 2023. PubMed
- Fijałkowska O et al. First multifaceted ADME profile of ACP-105 (CAS: 1048998-11-3): a novel non-steroidal selective androgen receptor modulator used as doping in sports-integrative in silico toxicological studies for clinical and forensic toxicology purposes. Arch Toxicol. 2025. PubMed
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