Sildenafil

Sildenafil hemmt PDE5 und wird bei erektiler Dysfunktion eingesetzt. Eine kleine Kurzzeitstudie fand Veränderungen der Muskelproteinsynthese und Ermüdung; ein Nutzen für Muskel-Pump, Krafttraining oder langfristigen Muskelaufbau ist nicht gezeigt.

Auch bekannt als: Sildenafil, Viagra, Revatio

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De quoi s'agit-il ?

Sildenafil ist ein Hemmstoff der Phosphodiesterase 5, kurz PDE5. Es wird bei erektiler Dysfunktion eingesetzt. Die gelegentliche Verwendung für einen stärkeren Muskel-Pump beruht auf einer Übertragung seines Gefäßmechanismus auf das Training, die gesondert geprüft werden müsste.

Comment ça marche

PDE5 und cGMP

In Versuchen an menschlichem Schwellkörpergewebe hemmte Sildenafil die PDE5, ein Enzym, das den Botenstoff cGMP abbaut. In Schwellkörperzellen verstärkte es die cGMP-Antwort auf einen Stickstoffmonoxid-Donor. Die gemessene Hemmkonstante lag bei 2 bis 6 nM; im Zellversuch stieg cGMP mit Sildenafil um 35 Prozent, ohne Sildenafil um weniger als 5 Prozent.

Diese Werte stammen aus Gewebe- und Zellversuchen am Schwellkörper. Sie belegen weder eine entsprechende Konzentration im arbeitenden Skelettmuskel noch einen stärkeren Muskel-Pump. Eine freie Sildenafilkonzentration im Skelettmuskel wurde in den hier betrachteten Studien nicht gemessen.

Aufnahme und Exposition

In einer Einzeldosisstudie mit 12 gesunden Männern betrug die absolute orale Bioverfügbarkeit nach 50 mg Sildenafil 41 Prozent. Eine weitere Untersuchung mit 32 gesunden Männern verglich orale Einzeldosen von 25, 50, 100 und 200 mg: Bei einer Verdoppelung der Dosis stiegen die vorhergesagten Spitzenkonzentrationen im Plasma auf das 2,2-Fache und die Gesamtexposition auf das 2,1-Fache.

Mehr Wirkstoff im Plasma ist kein Nachweis für mehr Trainingsleistung. Die Dosisstudie bestimmte keinen wirksamen Bereich für Krafttraining oder Muskelaufbau.

Ce que révèlent les études

In einer randomisierten Studie erhielten 11 überwiegend gesunde Männer acht Tage lang täglich 25 mg Sildenafil oder Placebo. Unter Sildenafil war die gemessene Muskelproteinsynthese höher, und bei wiederholten ermüdenden Kniestreckerkontraktionen gelangen mehr Wiederholungen. Die maximale isometrische Kraft und die maximale isokinetische Leistung unterschieden sich dagegen nicht nach Behandlung.

Diese einzelne kleine Kurzzeitstudie prüfte weder Muskel-Pump noch ein Krafttrainingsprogramm oder langfristiges Muskelwachstum. Höhere Muskelproteinsynthese ist ein Zwischenwert, kein Nachweis für Hypertrophie. Ob die beobachteten Veränderungen bei wiederholtem Krafttraining zu mehr Leistung oder Muskelmasse führen, bleibt offen.

Bei 34 gesunden Männern verzögerte Nahrung nach einer oralen Einzeldosis von 100 mg die mittlere Zeit bis zur höchsten Plasmakonzentration um ungefähr eine Stunde. Die Spitzenkonzentration lag 29 Prozent und die Gesamtexposition 11 Prozent niedriger. Die Autoren bewerteten diese Veränderungen als wahrscheinlich nicht klinisch bedeutsam.

In einer randomisierten Studie mit 48 Männern mit erektiler Dysfunktion, die bereits mit Sildenafil zufrieden waren, zeigte sich kein signifikanter Verlust der klinischen Wirksamkeit oder Zufriedenheit, wenn es kurz vor oder während einer Mahlzeit eingenommen wurde. Die Studie prüfte keine genau festgelegte fettreiche Mahlzeit. Für die untersuchten Mahlzeitenbedingungen fand sie keine signifikanten Unterschiede bei Wirksamkeit oder Zufriedenheit.

Eine direkte kontrollierte Humanstudie zu Muskel-Pump, Leistung in einem Krafttrainingsprogramm oder langfristigem Muskelwachstum liegt in der hier betrachteten Evidenz nicht vor. Trägt der vermutete Mechanismus, müsste sich ein Vorteil an gemessenem Blutfluss im arbeitenden Muskel und an Trainingsendpunkten zeigen. Eine besondere Wirkung bei steroidassoziierter erektiler Dysfunktion oder einer vermuteten Prolaktinursache wurde ebenfalls nicht geprüft.

Posologie

  • Bei erektiler Dysfunktion: Dosis und Einnahmezeitpunkt gehören zur individuellen Verordnung. Die hier betrachteten Studien liefern keine vollständige klinische Dosisfindung für diese Anwendung.
  • Zur Nahrung: Eine Mahlzeit kann die Aufnahme verlangsamen. Aus den untersuchten Mahlzeitenbedingungen folgt keine pauschale Empfehlung, Essen zu vermeiden.
  • Für das Training: Die untersuchten Einzeldosen von 25 bis 200 mg und die tägliche Gabe von 25 mg über acht Tage bestimmen keine wirksame oder sichere Trainingsdosis.

Effets secondaires

Häufige Beschwerden: In einer Metaanalyse von 49 randomisierten Studien mit Männern mit erektiler Dysfunktion waren Nebenwirkungen unter Sildenafil insgesamt häufiger als unter Placebo. Dazu zählten Kopfschmerzen, Gesichtsrötung, Verdauungsbeschwerden und Sehstörungen. Für alle Nebenwirkungen zusammen betrug das relative Risiko 1,56, mit einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von 1,38 bis 1,76. Höhere Dosen gingen mit mehr Beschwerden einher. Die Auswertung erklärt den Mechanismus der einzelnen Beschwerden nicht. Wer Beschwerden entwickelt, sollte die Dosis mit der verordnenden Fachperson überprüfen, statt sie eigenständig zu erhöhen.

Schwerwiegende Ereignisse: In denselben Kurzzeitstudien unterschieden sich schwerwiegende unerwünschte Ereignisse und Abbrüche wegen Nebenwirkungen nicht signifikant zwischen Sildenafil und Placebo. Die Auswertung betrachtete Dosisformen und klinisch definierte Patientengruppen, verfügte aber nicht über randomisierte Sicherheitsdaten für eine Anwendung über sechs Monate hinaus. Ein Mechanismus für seltene oder langfristige Schäden lässt sich aus diesem Nullbefund nicht bestimmen. Bei neuen oder ausgeprägten Beschwerden sollte die weitere Einnahme ärztlich beurteilt werden.

Organische Nitrate: Sildenafil hemmt den Abbau von cGMP; medizinische organische Nitrate verstärken dessen Bildung. In zwei randomisierten Studien mit Männern mit stabiler Angina sank der Blutdruck bei gemeinsamer Gabe von Sildenafil und Isosorbidmononitrat beziehungsweise Glyceroltrinitrat stärker als unter dem jeweiligen Nitrat mit Placebo. Die Kombination kann damit eine ausgeprägte Blutdrucksenkung auslösen. Sildenafil sollte bei Einnahme organischer Nitrate nicht angewendet werden; Begleitmedikamente müssen vor der Verordnung geklärt werden.

Für Freizeitnitrite wie Amyl- oder Butylnitrit liegt hier keine kontrollierte Interaktionsprüfung vor. Ihre Risikohöhe und ein sicherer Einnahmeabstand lassen sich aus den genannten Studien nicht beziffern.

Classification

Für die Behandlung erektiler Dysfunktion erfordert Sildenafil eine individuelle Beurteilung von Dosis, Beschwerden und Begleitmedikamenten. Die kleine Muskelstudie liefert einen prüfenswerten Befund zu Muskelproteinsynthese und Ermüdung, aber keinen Nachweis für einen stärkeren Muskel-Pump, bessere Ergebnisse im Krafttraining oder langfristigen Muskelaufbau. Für diese Trainingsziele lässt sich derzeit keine Empfehlung ableiten.

Sources

  1. Moreland RB et al. Sildenafil, a novel inhibitor of phosphodiesterase type 5 in human corpus cavernosum smooth muscle cells. Life Sci. 1998. PubMed
  2. Nichols DJ et al. Pharmacokinetics of sildenafil after single oral doses in healthy male subjects: absolute bioavailability, food effects and dose proportionality. Br J Clin Pharmacol. 2002. PubMed
  3. Sheffield-Moore M et al. Sildenafil increases muscle protein synthesis and reduces muscle fatigue. Clin Transl Sci. 2013. PubMed
  4. Zinner N. Do food and dose timing affect the efficacy of sildenafil? A randomized placebo-controlled study. J Sex Med. 2007. PubMed
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  6. Webb DJ et al. Sildenafil citrate potentiates the hypotensive effects of nitric oxide donor drugs in male patients with stable angina. J Am Coll Cardiol. 2000. PubMed

Cet article a été rédigé à l'aide de systèmes d'intelligence artificielle. En savoir plus