One-Repetition Maximum (1RM)

The One Rep Max (1RM) is an exercise-specific measure of maximum dynamic strength. Direct tests are usually highly to extremely reproducible, but the exercise, range of motion, tempo and test protocol all influence the result. Percentages of 1RM do not provide a universal number of repetitions and do not automatically indicate anything about muscle hypertrophy.

Auch bekannt als: 1RM, One-Repetition Maximum, Einwiederholungsmaximum

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Was der 1RM-Wert misst

Das One Rep Max, kurz 1RM, ist ein übungsspezifischer Endpunkt für maximale dynamische Kraft. Der Test erfasst die maximale Last in einer konkret festgelegten Übung. Zum Messwert gehören deshalb die definierte Bewegung, die Bewegungstiefe und das Bewegungstempo. Die herangezogenen Humanstudien operationalisieren 1RM als gemessene Last unter standardisierten Übungsbedingungen.

Ein 1RM aus der Kniebeuge ist deshalb keine allgemeine Kraftzahl für Bankdrücken, Beinpresse oder eine andere Übung. Der Wert beantwortet zunächst nur die Frage, welche maximale Last in genau dieser Aufgabe und unter genau diesem Protokoll erreicht wurde.

Wie zuverlässig ist ein direkter 1RM-Test?

Eine systematische Übersicht nach PRISMA über 32 Studien mit gepoolt 1595 Personen fand für direkte 1RM-Tests Intraklassen-Korrelationen (ICC) von 0,64 bis 0,99, mit einem Median von 0,97. In 92% der ICC-Werte lag die Reliabilität bei mindestens 0,90. Die Variationskoeffizienten (CV) reichten von 0,5% bis 12,1%, der Median lag bei 4,2%. Insgesamt war der direkte Test in der Übersicht meist gut bis exzellent wiederholbar.

Die Review bewertet Test-Retest-Reliabilität, nicht die langfristige Reaktion auf Training. Test-Retest-Intervalle, Übungen und Familiarisierung waren zwischen Studien heterogen. Eine gute allgemeine Reliabilität ist deshalb keine Zusage für jede Übung und jede Person.

Der direkte 1RM-Test ist meist zuverlässig, aber nicht ohne Streuung
Zwei getrennte Kennwerte, zwei Skalen, deshalb zwei Streifen statt einer Achse
Intraklassenkorrelation, Spannweite und Median Spannweite 0,64 bis 0,99 Median 0,97 0,60 0,70 0,80 0,90 1,00 0.97 92 % der Werte Variationskoeffizient, Spannweite und Median, Prozent Spannweite 0,5 bis 12,1 Prozent Median 4,2 Prozent 0 3 6 9 12 4,2
Systematische Übersicht über 32 Studien mit zusammen 1595 Personen. Der Punkt ist der Median, der Balken die Spannweite der eingeschlossenen Ergebnisse. Beide Kennwerte beschreiben die Wiederholbarkeit des Tests, nicht die Genauigkeit einer einzelnen Messung.

Warum eine Prozentangabe keine feste Wiederholungszahl liefert

Eine Prozentangabe des 1RM ist eine relative Lastreferenz, aber kein universeller Wiederholungsrechner. Eine Meta-Regression über 269 Studien, 952 Tests, 7289 Personen und 452 Gruppen zeigte, dass Mittelwert und Streuung der maximal möglichen Wiederholungszahl mit steigender relativer Last abnahmen. Über den untersuchten Lastbereich wurden an der Beinpresse mehr Wiederholungen beobachtet als im Bankdrücken. Dieselbe Prozentangabe kann deshalb je nach Übung und Person zu unterschiedlichen Wiederholungszahlen führen.

Was ein 1RM über Trainingserfolg aussagt

Ein 1RM misst maximale Kraft in einer bestimmten Aufgabe, nicht direkt die Muskelgröße. Eine systematische Übersicht und Meta-Analyse volumenabgeglichener Trainingsstudien fand über die untersuchten Lastbereiche von unter 30% bis mindestens 80% des 1RM keine Unterschiede bei der Muskelhypertrophie. Ein größerer 1RM-Kraftzuwachs darf deshalb nicht automatisch als größere Muskelhypertrophie interpretiert werden.

Der Hypertrophie-Nullbefund bezieht sich auf die eingeschlossenen chronischen Trainingsstudien und nicht auf jedes denkbare Trainingsprotokoll oder jede Population.

Wie sich 1RM-Werte sinnvoll nutzen lassen

Direkte Messung und Schätzung auseinanderhalten

Ein 1RM kann direkt getestet oder über eine Last-Geschwindigkeits-Beziehung geschätzt werden. In einer Primärstudie mit 17 krafttrainierten Männern an drei getrennten Testtagen war das direkte 1RM der freien Kniebeuge stabiler, während das getestete Last-Geschwindigkeits-Modell ungenauer und variabler war. Der Befund gilt für diese Stichprobe und die getestete Kniebeuge; er ist keine allgemeine Validierung für jede Übung und jeden Trainingsstand.

Testbedingungen konstant halten

Für wiederholte Vergleiche sollten Übung, Bewegungstiefe, Ausführung und Bewegungstempo möglichst gleich bleiben. In einer Untersuchung zum Bankdrücken konnten unterschiedliche Bewegungstempi den akuten 1RM-Wert verändern. Eine Differenz zwischen zwei Tests darf dann nicht ohne Weiteres als reine Kraftveränderung gelesen werden.

RM-Bereiche als Trainingsreferenz einordnen

Das Positionspapier des American College of Sports Medicine (ACSM) empfiehlt für gesunde Erwachsene unterschiedliche RM-Bereiche nach Trainingsstatus und Ziel. Für Novizen nennt es 8 bis 12 RM. Für Intermediates und Fortgeschrittene werden periodisierte Bereiche von 1 bis 12 RM und später ein Schwerpunkt von 1 bis 6 RM beschrieben. Wenn eine Person ein bis zwei Wiederholungen mehr als vorgesehen schafft, nennt das Papier eine Laststeigerung von 2% bis 10%. Diese Angaben sind kontextabhängige Empfehlungen und keine individuelle Universalvorgabe.

Welche Grenzen der Messwert hat

Die Meta-Regression zur Wiederholungszahl umfasste überwiegend männliche, gesunde Personen unter 59 Jahren; 60% waren krafttrainiert. Für viele Übungen außerhalb von Bankdrücken und Beinpresse fehlen ausreichende Daten. Die Übertragbarkeit auf klinische, sehr alte oder stärker weibliche Populationen bleibt daher begrenzt.

Sources

  1. Grgic J et al. Test-Retest Reliability of the One-Repetition Maximum (1RM) Strength Assessment: a Systematic Review. Sports Med Open. 2020. PubMed
  2. Nuzzo JL et al. Maximal Number of Repetitions at Percentages of the One Repetition Maximum: A Meta-Regression and Moderator Analysis of Sex, Age, Training Status, and Exercise. Sports Med. 2024. PubMed
  3. Banyard HG et al. Reliability and Validity of the Load-Velocity Relationship to Predict the 1RM Back Squat. J Strength Cond Res. 2017. PubMed
  4. o. A.. American College of Sports Medicine position stand. Progression models in resistance training for healthy adults. Med Sci Sports Exerc. 2009. PubMed
  5. Carvalho L et al. Muscle hypertrophy and strength gains after resistance training with different volume-matched loads: a systematic review and meta-analysis. Appl Physiol Nutr Metab. 2022. PubMed
  6. Wilk M et al. The Effects of the Movement Tempo on the One-Repetition Maximum Bench Press Results. J Hum Kinet. 2020. PubMed

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