Amplitude de mouvement
En musculation, la ROM n'est pas un indicateur unique de performance : la mobilité articulaire et l'amplitude de mouvement lors d'un exercice répondent à des questions différentes. Cet article passe en revue deux analyses sur la souplesse, la relation force-allongement et une étude de 12 semaines sur les squats, tout en nuançant les conclusions concernant d’autres exercices, les performances et les risques de blessures.
Auch bekannt als: Bewegungsumfang, Bewegungsauslenkung, Range of Motion (ROM) im Krafttraining: Was Flexibilitätsreviews und eine Kniebeugenstudie zeigen, ROM
Welche ROM-Frage wird eigentlich gestellt?
ROM steht hier für den Bewegungsumfang einer Gelenkbewegung. Gelenk-ROM beschreibt den gemessenen Beweglichkeitsumfang, Trainings-ROM die Auslenkung, die innerhalb einer Kraftübung ausgeführt wird. Full-ROM bezeichnet die im jeweiligen Protokoll vorgesehene vollständige Auslenkung, Partial-ROM eine bewusst verkürzte Auslenkung. Die Begriffe legen keine allgemein gültigen Gelenkwinkel fest.
In den Studien werden diese beiden Verwendungen getrennt untersucht: Gelenk-ROM beziehungsweise Flexibilität und die Bewegungsauslenkung innerhalb einer Kraftübung. Diese Endpunkte dürfen nicht gleichgesetzt werden. Ein Ergebnis zur Gelenk-ROM beantwortet nicht automatisch, welche Trainings-ROM Muskelgröße maximiert, und Flexibilität ist nicht dasselbe wie sportliche Leistung oder eine vollständige Bewegung in einer Kraftübung.
In der Kniebeugenstudie wurde die Übungs-ROM konkret als tiefe Kniebeuge von 0 bis 120° und flache Kniebeuge von 0 bis 60° Kniebeugung umgesetzt. Diese Winkel sind die Bedingungen dieser Studie, keine allgemeine Vorgabe für jede Übung. Für die Interpretation sollte deshalb zuerst feststehen, ob Gelenkbeweglichkeit, Muskelgröße, Kraft oder Leistung der Endpunkt ist.
Wie Muskellänge die momentane Kraft beeinflussen kann
Eine physiologische Übersichtsarbeit beschreibt die Kraft-Längen-Beziehung im Skelettmuskel: Die momentane aktive Muskelkraft hängt von der Sarkomerlänge ab. Ihr Maximum liegt bei einer Sarkomerlänge, bei der die Überlappung dicker und dünner Filamente optimal ist.
Das ist mechanistische Evidenz aus einem Skelettmuskelmodell. Die Arbeit prüft keinen direkten Effekt eines Gelenkwinkels. Daraus lässt sich nur als Hypothese ableiten, dass Muskellänge und die Stellung im Bewegungsablauf die kurzfristige Kraftentfaltung beeinflussen können. Die Arbeit ist keine chronische Trainingsintervention und zeigt nicht, welche Trainings-ROM über längere Zeit Muskelmasse, Kraft oder Verletzungen maximiert.
Was Reviews zur Gelenkbeweglichkeit zeigen
Krafttraining im Vergleich zu Stretching
Eine systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse wertete 11 Artikel mit 452 Teilnehmenden aus betreuten randomisierten kontrollierten Studien am Menschen aus. Krafttraining und Stretching unterschieden sich bei der Gelenk-ROM nicht signifikant. Die gepoolte Schätzung betrug ES = −0,22 mit einem 95%-KI von −0,55 bis 0,12 und p = 0,206. Auch die Subgruppen nach aktiver versus passiver ROM und nach der untersuchten Gelenkbewegung zeigten keinen Unterschied.
Dieser Nullbefund gilt für den direkten Vergleich in dieser Synthese. Er zeigt, dass die gepoolten Unterschiede zwischen Krafttraining und Stretching in diesen Studien nicht statistisch gesichert waren. Er beantwortet damit aber nicht, ob eine einzelne Trainingsform unter allen Bedingungen die Beweglichkeit verbessert.
Widerstandstraining als Flexibilitätstraining
Eine systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse und Meta-Regression schloss 36 Studien mit 1.469 gesunden Erwachsenen ab 18 Jahren ein. Die eingeschlossenen Interventionen mussten mindestens vier Wochen dauern. Der gepoolte Effekt von Widerstandstraining auf Flexibilität beziehungsweise Gelenk-ROM war positiv: g = 0,6325, 95%-KI 0,4762 bis 0,7888, p < 0,0001.
Die Sicherheit dieser Schätzung ist jedoch begrenzt. Keine der eingeschlossenen Arbeiten hatte ein niedriges Bias-Risiko, und die Heterogenität zwischen den Studien war beträchtlich. Die Übersichtsarbeit liefert deshalb einen vorläufigen Hinweis, dass Widerstandstraining die Gelenkflexibilität verbessern kann, aber keine definitive allgemeine Zusage. Flexibilität beziehungsweise Gelenk-ROM ist außerdem nicht gleichbedeutend mit sportlicher Leistung oder einer vollständigen ROM in einer Kraftübung.
Die beiden Reviews sind nicht als identische Prüfung zu lesen. Die erste verglich Krafttraining direkt mit Stretching und fand keinen signifikanten Unterschied. Die zweite bündelte den Einfluss von Widerstandstraining auf Flexibilität in gesunden Erwachsenen und fand eine positive, aber durch Bias und Heterogenität eingeschränkte Schätzung. Die Werte −0,22 und 0,6325 sind deshalb keine direkt vergleichbaren Belege für eine Rangliste der Methoden.
Was eine direkte Krafttrainingsstudie zur Muskelgröße zeigt
Eine randomisierte kontrollierte Humanstudie verglich über 12 Wochen progressive tiefe und flache Kniebeugen. Teilgenommen haben 17 männliche Studenten, acht in der tiefen und neun in der flachen Gruppe. Die Wiederholungszahl war angeglichen, und die Sätze wurden bis zum Wiederholungsmaximum ausgeführt. Tief entsprach 0 bis 120° Kniebeugung, flach 0 bis 60°.
Die tiefe Gruppe zeigte gegenüber der flachen Gruppe größere Zuwächse der Querschnittsfläche der vorderen Oberschenkelmuskulatur. Ein standardisierter Gruppenvergleichseffekt ist nicht angegeben; der Befund wird deshalb qualitativ berichtet.
Für die chronische Muskelgröße ist die direkte Evidenz hier auf diese kleine Kniebeugenstudie begrenzt. Sie beantwortet nicht, ob Full-ROM oder Partial-ROM über andere Übungen, Populationen oder Endpunkte hinweg überlegen ist.
Was sich für die Anwendung ableiten lässt
Für Gelenkbeweglichkeit kann Widerstandstraining eine Option sein: Die Meta-Analyse mit gesunden Erwachsenen fand einen positiven gepoolten Effekt, bewertete die Evidenz wegen Bias-Risiko und Heterogenität aber als vorläufig. Im direkten Vergleich war Krafttraining Stretching nicht signifikant überlegen.
Für Muskelgröße ist der direkteste Befund auf die vordere Oberschenkelmuskulatur in tiefen oder flachen Kniebeugen begrenzt. Eine tiefere Ausführung kann unter dem untersuchten Protokoll als begründete Option gelten, aber die Studie liefert keine universelle Winkelvorgabe.
Die Kraft-Längen-Beziehung eignet sich als Erklärung, warum die Position im Bewegungsablauf die momentane Kraft beeinflussen kann. Sie ersetzt keine Trainingsstudie und liefert keine belastbare Vorgabe für einen bestimmten ROM-Bereich oder eine Trainingsmenge.
Eine ROM- oder Trainingsmengenvorgabe, die unabhängig von Übung, Widerstandsprofil, Trainingsstatus und Population gilt, ist durch diese Evidenz nicht belegt.
Für die Praxis ist deshalb eine saubere Zuordnung entscheidend: Gelenk-ROM und Übungs-ROM sollten getrennt dokumentiert werden. Eine Veränderung des einen Endpunkts darf nicht automatisch als Beleg für mehr Muskelmasse, bessere sportliche Leistung oder eine bestimmte optimale ROM in einer Kraftübung interpretiert werden.
Wo die Evidenz endet
Für Verletzungsinzidenzen fehlen direkte langfristige Vergleiche zwischen vollständigen und verkürzten Bewegungsauslenkungen sowie zwischen übungs- oder personenspezifischen ROMs. Eine universell sichere Gradzahl lässt sich daraus nicht ableiten.
Akute Beschwerden oder ein vorübergehender Verlust an Bewegungsumfang nach einer einzelnen ROM-Einheit sind von chronischen Anpassungen und Verletzungsinzidenzen zu trennen. Für solche akuten Reaktionen liegt hier keine ausreichend dokumentierte Vergleichsevidenz vor; daraus lässt sich weder eine Sicherheits- noch eine Verletzungsbewertung ableiten.
Unklar bleibt, wie stark Gelenk-ROM, Muskellänge, Übungsauswahl, Widerstandsprofil und Trainingsvolumen in Studien zu verkürzten ROMs jeweils zum Ergebnis beitragen. Ebenso fehlen direkte langfristige Vergleiche, die aktive und passive Gelenk-ROM mit der ROM einer Kraftübung gemeinsam untersuchen.
Langzeitdaten für stark Trainierte, ältere Personen, die Rumpfmuskulatur und viele Oberkörperübungen sind dünn oder widersprüchlich. Langfristige sportartspezifische Leistungsdaten, besonders für Sprint und obere Extremität, sind schwach belegt.
Damit ist ROM keine einzelne universelle Trainingsregel. Sie ist eine Trainingsvariable, deren Bedeutung vom Endpunkt, der Übung, der untersuchten Population und der Art der Messung abhängt.
Sources
- MacIntosh BR. Recent developments in understanding the length dependence of contractile response of skeletal muscle. Eur J Appl Physiol. 2017. PubMed
- Afonso J et al. Strength Training versus Stretching for Improving Range of Motion: A Systematic Review and Meta-Analysis. Healthcare (Basel). 2021. PubMed
- Favro F et al. The Influence of Resistance Training on Joint Flexibility in Healthy Adults: A Systematic Review, Meta-analysis, and Meta-regression. J Strength Cond Res. 2025. PubMed
- Bloomquist K et al. Effect of range of motion in heavy load squatting on muscle and tendon adaptations. Eur J Appl Physiol. 2013. PubMed
Cet article a été rédigé à l'aide de systèmes d'intelligence artificielle. En savoir plus