Besoins en protéines
Chez les adultes en bonne santé, un apport supplémentaire en protéines améliore en moyenne la masse maigre, la taille musculaire et la force lors d'un entraînement d'endurance de longue durée ; toutefois, les études sélectionnées ne permettent pas d'établir une formule quotidienne universelle. Dans le cadre d'un déficit calorique important de quatre semaines, un apport de 2,4 g/kg/jour s'est avéré plus favorable pour la masse maigre qu'un apport de 1,2 g/kg/jour, sans pour autant apporter de bénéfice supplémentaire en termes de performances.
Auch bekannt als: Proteinbedarf, Protein, Proteinzufuhr, Eiweißbedarf, Proteinverteilung
De quoi s'agit-il ?
Der Proteinbedarf beschreibt, wie viel Nahrungsprotein für ein bestimmtes Ziel benötigt wird. Im Krafttraining ist damit meist nicht die Mindestmenge zur Mangelvermeidung gemeint, sondern eine Zufuhr, die Muskelmasse, Muskelerhalt und Trainingsanpassung unterstützt. Angegeben wird sie üblicherweise als Gramm Protein je Kilogramm Körpermasse und Tag.
Entscheidend ist die gesamte Zufuhr aus Lebensmitteln und Ergänzungen. Eine Supplementstudie prüft den Zusatznutzen einer Ergänzung zur übrigen Ernährung. Sie bestimmt deshalb weder automatisch den individuellen Mindestbedarf noch eine allgemeine Obergrenze.
Die myofibrilläre Muskelproteinsynthese, kurz MPS, beschreibt einen akuten Vorgang. Sie lässt sich nach einer Mahlzeit oder Trainingseinheit in einem begrenzten Messfenster erfassen. In einer prospektiven Humanstudie sagte der frühe MPS-Ausschlag nach der ersten Widerstandseinheit die spätere Zunahme des Quadrizepsvolumens nicht voraus.
„Bedarf“ kann eine Mindestmenge oder eine für Trainingsanpassungen günstige Zufuhr meinen. Hier geht es um die zweite Frage. Auch dafür liefern die ausgewählten Studien keinen Bluttest und keine universelle Formel, die Alter, Energiebilanz, Trainingsstatus und Ausgangszufuhr für eine einzelne Person zuverlässig verrechnet.
Comment ça marche
Aminosäuren liefern Material
Nahrungsprotein wird in Aminosäuren zerlegt. Diese stehen für den laufenden Aufbau und Ersatz von Körperproteinen zur Verfügung. Widerstandstraining setzt einen Anpassungsreiz, Protein liefert dafür Substrat. Das erklärt, warum die Gesamtzufuhr relevant sein kann, bestimmt aber noch keine konkrete Tagesmenge.
Leucin ist ein Signal, keine Tagesformel
Die Leucin-Trigger-Hypothese nimmt an, dass Höhe und Geschwindigkeit des Leucinanstiegs im Blut zur akuten MPS-Reaktion nach einer Proteinaufnahme beitragen. Eine systematische Übersicht fand in 16 von 29 Studien ausreichende Unterstützung. Von diesen Befunden betrafen 13 ältere Erwachsene und 14 isolierte Proteine. In neueren Experimenten verliefen Blutleucin und MPS teilweise nicht parallel.
Dieser Mechanismus kann Unterschiede zwischen einzelnen Mahlzeiten erklären. Er legt aber weder eine feste Leucinmenge je Mahlzeit noch den Proteinbedarf eines ganzen Tages fest. Die Übersicht synthetisierte überwiegend akute Messungen und keine einheitlichen langfristigen Muskelmasse-Endpunkte.
Akute MPS und Hypertrophie sind verschiedene Endpunkte
Akute MPS zeigt die Neubildung von Muskelprotein in einem Messfenster. Hypertrophie ist eine über Wochen angesammelte strukturelle Veränderung. Training, Energiebilanz, Abbauprozesse und wiederholte Mahlzeiten liegen zwischen beiden Ebenen. Deshalb darf eine kurzfristig stärkere MPS nicht stillschweigend in mehr Muskelmasse übersetzt werden.
Ce que révèlent les études
Zusatznutzen bei längerem Widerstandstraining
Eine systematische Übersicht fasste 49 randomisierte Studien mit 1863 gesunden Erwachsenen und mindestens sechs Wochen Widerstandstraining zusammen. Zusätzliches Protein erhöhte im Mittel die Zunahme der fettfreien Masse um 0,30 kg, 95%-KI 0,09 bis 0,52, und die Einwiederholungs-Maximalkraft um 2,49 kg, 95%-KI 0,64 bis 4,33.
Auch zwei Muskelgrößen-Endpunkte fielen zugunsten der Supplementierung aus. Der Muskelfaserquerschnitt nahm zusätzlich um 310 µm² zu, 95%-KI 51 bis 570, die mittlere Femur-Querschnittsfläche um 7,2 mm², 95%-KI 0,20 bis 14,30. Das sind zusammengefasste Mittelwerte, keine Vorhersagen für Einzelpersonen.
In der Meta-Regression nahm der geschätzte Supplementeffekt auf die fettfreie Masse mit steigendem Alter ab. Der Alterskoeffizient betrug −0,01 kg, 95%-KI −0,02 bis −0,00, p=0,002. Für bereits Widerstandstrainierte lag die Effektschätzung bei 0,75 kg, 95%-KI 0,09 bis 1,40, p=0,03. Diese Moderatorbefunde stammen von der Studienebene. Der Altersbefund beweist weder einen niedrigeren noch einen höheren individuellen Tagesbedarf.
Die Bruchpunktanalyse der Übersicht nennt eine Grenze: Oberhalb einer Gesamtzufuhr von 1,62 g/kg/Tag brachte zusätzliches Protein keinen weiteren Zuwachs an fettfreier Masse.
Diese Zahl ist ein Gruppenmittel aus einer Meta-Regression über 49 Studien, kein individueller Bedarf. Sie sagt, wo im Mittel nichts mehr dazukam, und nicht, dass jede Person genau dort ihr Optimum hat. Der Abstract nennt zu diesem Bruchpunkt kein Konfidenzintervall, die Streuung um ihn herum bleibt damit offen. Eine randomisierte Dosisfindung für einzelne Personen ist die Übersicht ohnehin nicht, und eine harte Obergrenze folgt aus ihr nicht.
Starkes Kaloriendefizit
Ein randomisierter, einfach verblindeter Parallelgruppenversuch teilte 40 junge Männer für vier Wochen auf 1,2 oder 2,4 g Protein je Kilogramm Körpermasse und Tag auf, jeweils 20 pro Gruppe. Beide Gruppen erhielten eine um etwa 40% reduzierte Energiezufuhr und absolvierten ein kombiniertes Programm aus Widerstandstraining und hochintensivem Intervalltraining.
Die Magermasse veränderte sich mit 2,4 g/kg/Tag um +1,2 ± 1,0 kg, mit 1,2 g/kg/Tag um +0,1 ± 1,0 kg. Auch der Fettverlust war in der höheren Proteingruppe größer: −4,8 ± 1,6 gegenüber −3,5 ± 1,4 kg.
Alle gemessenen Leistungswerte verbesserten sich in beiden Gruppen ähnlich. Ein zusätzlicher Leistungseffekt der höheren Proteinzufuhr wurde nicht gefunden.
Der Versuch zeigt den Unterschied zwischen zwei Zufuhrmengen in einem starken Defizit. Er bestimmt keinen Wendepunkt und keine allgemeine Defizitdosis. Die Übertragbarkeit ist wegen der kurzen Dauer, der jungen männlichen Population und der hohen kombinierten Trainingsbelastung begrenzt. Das Defizit war Interventionskontext, aber kein gegen Energieerhaltung geprüfter statistischer Moderator.
Akute MPS sagt langfristiges Wachstum nicht voraus
Bei 23 jungen, zuvor untrainierten Männern im Alter von 24 ± 1 Jahren wurde nach der ersten Widerstandseinheit ohne Proteinintervention die myofibrilläre MPS gemessen. Sie stieg in den Stunden 1 bis 3 um 235 ± 38% und in den Stunden 3 bis 6 um 184 ± 28%. Nach 16 Wochen Training war das Quadrizepsvolumen um 7,9 ± 1,6% gestiegen.
Die individuellen Veränderungen des Quadrizepsvolumens korrelierten weder mit dem frühen noch mit dem späteren MPS-Fenster. Die Korrelationskoeffizienten lagen bei r=0,02, r=0,16 und für das zusammengefasste Fenster bei r=0,10. Eine wiederholte Akutmessung und eine Protein-Dosis-Moderatoranalyse fehlten.
Dieser Nullbefund betrifft die Vorhersagekraft einer einzelnen frühen MPS-Messung bei Trainingsanfängern. Er widerlegt weder die biologische Bedeutung der MPS noch zeigt er, welche tägliche Proteinzufuhr langfristig optimal ist.
Leucin, Proteinquelle und Timing
Die Leucinübersicht war eine qualitative Synthese von 29 überwiegend akuten Studien. Sie prüfte Alter, Ruhe gegenüber Bewegung und die Proteinart als Kontexte. Dass 16 Arbeiten ausreichende Unterstützung boten, ist kein Effektmaß für langfristige Hypertrophie.
Eine feste Leucinschwelle pro Mahlzeit oder eine tägliche Leucindosis folgt daraus nicht. Trägt der Mechanismus langfristig, müsste bei gleicher Tagesproteinmenge eine gezielte Veränderung des Leucingehalts über Wochen mehr Muskelmasse erzeugen. Ein solcher Langzeitendpunkt wurde in der ausgewählten Übersicht nicht geklärt.
Für pflanzliche gegenüber tierischen Proteinen, eine genaue Mahlzeitenzahl und ein allgemeines zweistündiges Timingfenster enthält die ausgewählte Evidenz keinen direkten Langzeitvergleich in älteren oder trainierten Menschen im Kaloriendefizit. Diese Lücken dürfen nicht durch akute MPS-Daten gefüllt werden.
Posologie
- Gesunde Erwachsene mit Krafttraining: Die Gesamtzufuhr bewerten, nicht nur das Supplement. Oberhalb von 1,62 g/kg/Tag brachte zusätzliches Protein im Mittel keinen weiteren Zuwachs an fettfreier Masse. Das ist ein Richtwert aus einem Gruppenmittel, kein individueller Mindestbedarf.
- Starkes Kaloriendefizit: Im untersuchten vierwöchigen Kontext war 2,4 g/kg/Tag für die Magermasse günstiger als 1,2 g/kg/Tag. Wegen der zwei geprüften Mengen, der speziellen Population und Belastung ist 2,4 g/kg/Tag kein universeller Defizitwert.
- Ältere Trainierende: Alter moderierte die Supplementantwort, doch die Daten bestimmen keine altersabhängige Tagesdosis. Aus einer geringeren mittleren Supplementwirkung lässt sich kein pauschaler Proteinzuschlag berechnen.
- Leucin pro Mahlzeit: Keine feste Schwelle ansetzen. Die Leucin-Trigger-Hypothese erklärt akute Reaktionen nur in einem Teil der Studien und liefert keine langfristige Tagesformel.
- Verteilung und Timing: Die Tageszufuhr nicht durch eine vermeintlich exakte Mahlzeitenzahl oder ein zweistündiges Fenster ersetzen. Ein direkter Langzeitvergleich solcher Festlegungen fehlt.
- Proteinquelle: Keine allgemeine Gleichwertigkeit oder Unterlegenheit pflanzlicher gegenüber tierischen Proteinen annehmen. Für ältere oder trainierte Menschen im Kaloriendefizit fehlt ein vollständig mengen- und leucinangepasster Langzeitvergleich.
Effets secondaires
Nierenfunktion bei gesunden Erwachsenen
Was passiert im Körper? Ein schädlicher Nierenmechanismus wurde in den kontrollierten Untersuchungen an gesunden Erwachsenen nicht gezeigt. Untersucht wurde die glomeruläre Filtrationsrate, kurz GFR, als Surrogat der Nierenfiltration. Im Vergleich allein der Werte nach der Intervention lag die GFR unter höherer Proteinzufuhr geringfügig höher, SMD 0,19, 95%-KI 0,07 bis 0,31, p=0,002. Wovon hängt es ab? Die Reichweite dieser Aussage hängt von der untersuchten Population, den Dosisdefinitionen und den Zeiträumen ab. Die Metaanalyse umfasste 28 Artikel mit 1358 Erwachsenen ohne bekannte Nierenerkrankung. „Höhere“ Zufuhr bedeutete je nach Studie mindestens 1,5 g/kg/Tag, mindestens 20% der Energie oder mindestens 100 g/Tag; eingeschlossen waren Zeiträume von mehr als vier Tagen. Was folgt daraus? Für die Veränderung der GFR vom Ausgangswert bestand kein signifikanter Gruppenunterschied, SMD 0,11, 95%-KI −0,05 bis 0,27, p=0,16. Ein geringfügig höherer Endwert ist deshalb für sich weder ein klinischer Nutzen noch ein Nachweis einer Nierenschädigung. GFR bleibt ein Surrogat und kein klinisches Nierenereignis. Was kann man tun? Eine allgemeine Monitoringstrategie ist damit nicht belegt. Auf Menschen mit Nierenerkrankung oder erhöhtem Nierenrisiko darf das Ergebnis nicht übertragen werden, weil sie nicht die untersuchte Population waren. Eine Entscheidung über hohe Proteinzufuhr erfordert dort eine individuelle medizinische Beurteilung.
Die Sicherheitsdaten betreffen überwiegend Surrogate und uneinheitliche, teils sehr kurze Zeiträume. Für mindestens 2 g/kg/Tag bei älteren Krafttrainierenden oder Menschen mit erhöhtem Nierenrisiko fehlen Langzeitdaten zu GFR, Albuminurie und klinischen Ereignissen. Die Befunde bei Nierengesunden sind deshalb keine allgemeine Sicherheitszusage.
Zu Verdauungsbeschwerden und Wechselwirkungen hoher Proteinzufuhr mit Arzneimitteln enthält die ausgewählte Evidenz keine belastbare allgemeine Aussage. Eine pauschale Gegenmaßnahme oder Entwarnung wäre deshalb unbelegt.
Classification
Proteinsupplementierung zusätzlich zu längerem Widerstandstraining wirkt bei gesunden Erwachsenen im Mittel: Die zusammengefassten randomisierten Studien zeigen zusätzliche Gewinne an fettfreier Masse, Muskelgröße und Kraft. Ob eine einzelne Person dafür ein Supplement braucht, hängt von ihrer gesamten Zufuhr ab.
Im starken vierwöchigen Defizitversuch war 2,4 g/kg/Tag für die Magermasse günstiger als 1,2 g/kg/Tag, ohne zusätzlichen Leistungsvorteil. Das ist ein Befund für genau diesen Kontext, keine allgemeine Dosisregel.
Akute MPS und Blutleucin beantworten die Tagesfrage nicht. Eine einzelne frühe MPS-Reaktion sagte das spätere Quadrizepswachstum nicht voraus. Die Leucin-Trigger-Hypothese wurde nur in einem Teil der überwiegend akuten Studien ausreichend gestützt.
Offen bleibt die Individualfrage. Sie bräuchte eine randomisierte Studie mit mindestens drei Tagesmengen über mehrere Monate, trainierten jüngeren und älteren Personen, getrennten Bedingungen mit und ohne Kaloriendefizit sowie Muskelmasse, Kraft und Einzeldaten als Endpunkte. Erst damit ließen sich ein belastbarer Dosisverlauf, Alters- und Defizitmoderatoren sowie reproduzierbare Responder trennen.
Sources
- Morton RW et al. A systematic review, meta-analysis and meta-regression of the effect of protein supplementation on resistance training-induced gains in muscle mass and strength in healthy adults. Br J Sports Med. 2018. PubMed
- Longland TM et al. Higher compared with lower dietary protein during an energy deficit combined with intense exercise promotes greater lean mass gain and fat mass loss: a randomized trial. Am J Clin Nutr. 2016. PubMed
- Mitchell CJ et al. Acute post-exercise myofibrillar protein synthesis is not correlated with resistance training-induced muscle hypertrophy in young men. PLoS One. 2014. PubMed
- Zaromskyte G et al. Evaluating the Leucine Trigger Hypothesis to Explain the Post-prandial Regulation of Muscle Protein Synthesis in Young and Older Adults: A Systematic Review. Front Nutr. 2021. PubMed
- Devries MC et al. Changes in Kidney Function Do Not Differ between Healthy Adults Consuming Higher- Compared with Lower- or Normal-Protein Diets: A Systematic Review and Meta-Analysis. J Nutr. 2018. PubMed
Cet article a été rédigé à l'aide de systèmes d'intelligence artificielle. En savoir plus