L-arginine
L-Arginin ist ein Ausgangsstoff für Stickstoffmonoxid. Eine höhere Argininverfügbarkeit im Blut belegt jedoch keinen Muskelpump oder Trainingsvorteil; eine kleine Akutstudie fand keinen Kraftvorteil.
Auch bekannt als: Arginin, Arginine, L-Arginine
De quoi s'agit-il ?
L-Arginin ist eine Aminosäure und ein Ausgangsstoff für Stickstoffmonoxid, kurz NO. Der Körper kann sie selbst bilden. Als Nahrungsergänzung wird sie vor allem mit einer besseren Durchblutung und einem spürbaren Muskelpump beim Training beworben. Diese Ziele sind von der Frage zu trennen, wie viel Arginin nach der Einnahme im Blut ankommt.
Comment ça marche
NO-Stoffwechsel
Die Stickstoffmonoxid-Synthase nutzt Arginin zur Bildung von NO. In einer Untersuchung an gesunden Freiwilligen stiegen unter Citrullin einige mit dem NO-Stoffwechsel verbundene Messwerte. Solche Blut- und Urinmarker messen weder den subjektiven Muskelpump noch die Trainingsleistung.
Aufnahme nach oraler Einnahme
Arginin wird bereits vor dem Eintritt in den Blutkreislauf durch intestinale Arginase abgebaut. In einem direkten Vergleich erhöhte oral eingenommenes Citrullin die Argininexposition im Blut stärker als oral eingenommenes Arginin.
Hier reißt die Kette zur Trainingswirkung ab: Mehr Arginin im Plasma und veränderte NO-bezogene Marker zeigen noch keinen Vorteil bei Kraft, Muskelaufbau oder Pump. Ein eigenständiger Anteil der Leber am präsystemischen Abbau lässt sich aus dem vorliegenden Vergleich nicht beziffern.
Ce que révèlent les études
In einer randomisierten, doppelblinden Crossoverstudie mit 20 gesunden Freiwilligen wurde nach einer Woche unter verschiedenen Einnahmeregimen gemessen. Citrullin erhöhte die Argininexposition dosisabhängig und bei der höchsten Citrullindosis von 3 g zweimal täglich auch NO-bezogene Marker. Bei keinem untersuchten Regime verbesserte sich jedoch die flussvermittelte Gefäßerweiterung gegenüber dem Ausgangswert. Trainingsleistung und Pump wurden nicht geprüft.
Zwölf trainierte Männer nahmen in einer doppelblinden Crossoverstudie einmalig 6 g Arginin oder Placebo 60 Minuten vor Bankdrücken und Kniestrecken ein. Die Wiederholungszahlen zeigten keinen erkennbaren Vorteil durch Arginin; auch Plasma-Nitrit änderte sich nicht signifikant. Die Untersuchung prüfte weder eine längere Einnahme noch, ob einzelne Personen wiederholt anders reagieren.
Eine kleine, randomisierte Pilotstudie untersuchte 18 Personen nach einer Hauttransplantation. Enteral verabreichtes Arginin-HCl verbesserte die untersuchten Heilungsparameter an den Entnahmestellen gegenüber Placebo nicht signifikant. Getestet wurde eine andere Patientengruppe und Dosis als bei üblichen Nahrungsergänzungen; eine Moderatoranalyse wurde nicht berichtet.
Langfristiger Muskelaufbau und subjektiver Pump waren keine Endpunkte dieser Versuche. Um einen Trainingseffekt zu prüfen, müsste eine kontrollierte Studie bei Trainierenden die tatsächlich erreichte Argininexposition zusammen mit wiederholten Leistungs- oder Pumpmessungen erfassen.
Posologie
- Vor dem Krafttraining: Für einmalig 6 g Arginin 60 Minuten vor dem Test zeigte sich bei zwölf trainierten Männern kein Vorteil bei den geprüften Wiederholungen. Daraus lässt sich weder eine wirksame Dosis noch ein Nutzen längerer Einnahme ableiten.
- Arginin oder Citrullin: Die höhere Argininexposition unter Citrullin begründet keine vergleichende Dosierung für Muskelpump oder Kraftleistung. Die in der Pharmakokinetikstudie geprüften Citrullinmengen sind keine belegte Empfehlung für diesen Zweck.
- Wundheilung: Eine pauschale Empfehlung von 4 bis 6 g Arginin täglich nach Operationen ist mit der vorliegenden Pilotstudie nicht begründet. Dort wurde eine andere Menge an Arginin-HCl verabreicht und kein Heilungsvorteil gefunden.
Effets secondaires
Nach einem Herzinfarkt: Ein Mechanismus für das beobachtete Sicherheitssignal ist aus der Studie nicht gesichert. In einer randomisierten Studie mit 153 Personen nach einem ersten ST-Hebungsinfarkt wurde Arginin mit einer Zieldosis von 3 g dreimal täglich untersucht. Gefäßsteifigkeit und Ejektionsfraktion verbesserten sich über sechs Monate nicht signifikant. Im selben Versuch starben sechs Personen in der Arginin-Gruppe und keine in der Placebo-Gruppe; die Studie wurde wegen dieses Sicherheitssignals vorzeitig beendet. Das Ergebnis betrifft diese Patientengruppe und erlaubt keine Schätzung des Risikos für gesunde Sportler. Nach einem Herzinfarkt sollte Arginin deshalb nicht eigenständig zur Behandlung eingesetzt werden; eine sichere Dosis oder eine belegte Gegenmaßnahme ergibt sich aus diesen Daten nicht.
Bei gesunden Personen: Die kleinen und kurzen hier untersuchten Versuche reichen nicht aus, um seltene Nebenwirkungen oder Risiken einer langfristigen Einnahme zu bestimmen. Für diese Fragen sowie für Wechselwirkungen mit organischen Nitraten liegt in den herangezogenen Quellen keine belastbare Antwort vor.
Classification
Arginin ist ein plausibler Ausgangsstoff für NO, doch ein Nutzen für Muskelpump, Kraftleistung oder Muskelaufbau ist damit nicht gezeigt. Wer es allein für mehr Wiederholungen unmittelbar vor dem Krafttraining einnehmen möchte, findet in der direkt passenden kleinen Studie keinen Vorteil. Die bessere Plasmaexposition unter Citrullin beantwortet diese Leistungsfrage ebenfalls nicht.
Offen bleiben insbesondere wiederholbare individuelle Reaktionen, Wirkungen bei längerer Einnahme und ein direkter Test des subjektiven Pumps. Aus den vorliegenden Nullbefunden folgt keine Aussage über jede mögliche Dosis oder Person.
Sources
- Schwedhelm E et al. Pharmacokinetic and pharmacodynamic properties of oral L-citrulline and L-arginine: impact on nitric oxide metabolism. Br J Clin Pharmacol. 2008. PubMed
- Meirelles CM et al. Acute supplementation of L-arginine affects neither strength performance nor nitric oxide production. J Sports Med Phys Fitness. 2018. PubMed
- Debats IB et al. Oral arginine supplementation and the effect on skin graft donor sites: a randomized clinical pilot study. J Burn Care Res. 2009. PubMed
- Schulman SP et al. L-arginine therapy in acute myocardial infarction: the Vascular Interaction With Age in Myocardial Infarction (VINTAGE MI) randomized clinical trial. JAMA. 2006. PubMed
Cet article a été rédigé à l'aide de systèmes d'intelligence artificielle. En savoir plus