lactate
Le lactate n'est pas un déchet, mais une source d'énergie que le cœur, le foie et les fibres lentes brûlent. L’hyperacidification n’en est pas la cause : les protons proviennent de la dégradation de l’ATP, et la formation de lactate en utilise un.
Auch bekannt als: Milchsäure, Lactat, Lactic Acid
Was Laktat ist
Laktat ist das Anion der Milchsäure, und dieser Unterschied ist der ganze Streitpunkt. Milchsäure hat einen pKs-Wert um 3,9; bei einem Zell-pH um 7 liegt sie praktisch vollständig dissoziiert vor. Was im Muskel entsteht, ist deshalb Laktat plus ein Proton, nicht Milchsäure. Wer von „Milchsäure im Muskel“ spricht, meint einen Stoff, der dort in nennenswerter Menge nicht vorkommt.
Laktat entsteht am Ende der Glykolyse aus Pyruvat, und zwar nicht erst bei Sauerstoffmangel. Es entsteht auch in Ruhe und bei voller Sauerstoffversorgung, weil die Glykolyse schneller Pyruvat liefern kann, als die Mitochondrien es aufnehmen. Der Blutwert ist dabei immer eine Bilanz aus Bildung und Abbau.
Warum Laktat die Übersäuerung nicht verursacht
Die Protonen, die den pH-Wert senken, stammen nicht aus der Laktatbildung. Sie entstehen bei der Spaltung von ATP: jedes Mal, wenn ATP zu ADP und Phosphat zerlegt wird, wird ein Proton frei. Solange die Mitochondrien den ATP-Bedarf decken, verbrauchen sie diese Protonen sofort wieder für die oxidative Phosphorylierung, und der pH-Wert bleibt stehen. Erst wenn die Intensität über den Punkt steigt, an dem das gelingt, muss ATP aus Glykolyse und Phosphagensystem nachgeliefert werden, und die Protonen sammeln sich an.
Die Bildung von Laktat aus Pyruvat verbraucht dabei ein Proton. Sie bremst die Azidose, statt sie auszulösen. Dass Laktat und niedriger pH zusammen auftreten, hat einen gemeinsamen Grund und ist keine Ursachenkette: Beides steigt, wenn die Glykolyse hochfährt. Laktat ist damit ein brauchbarer Anzeiger der Intensität und kein Schuldiger.
Das „Brennen“ in der Muskulatur gehört ebenfalls nicht dem Laktat. Es begleitet die Anhäufung von Protonen und weiteren Stoffwechselprodukten. Genau hier setzen die verbreiteten Puffersubstanzen an: Natriumbicarbonat puffert außerhalb der Zelle, Beta-Alanin über Carnosin innerhalb.
Dass die Azidose nicht vom Laktat kommt, heißt nicht, dass die Azidose harmlos ist oder keine Rolle bei der Ermüdung spielt. Wie stark ein niedriger pH die Kraftentwicklung tatsächlich begrenzt, ist weiter strittig und hängt unter anderem von der Temperatur ab, bei der gemessen wird. Die Korrektur betrifft die Herkunft der Protonen, nicht ihre Bedeutung.
Laktat als Treibstoff
Laktat verlässt die Zelle, in der es entsteht, und wird anderswo verbrannt. Diese Verschiebung heißt Laktat-Shuttle. Sie läuft auf mehreren Ebenen: zwischen schnellen und langsamen Fasern innerhalb desselben Muskels, zwischen arbeitendem Muskel und Herz, und zwischen Muskel und Leber, die Laktat über den Cori-Zyklus wieder zu Glukose aufbaut. Transportiert wird über Monocarboxylat-Transporter, deren Dichte sich an Training anpasst.
Für den Gesamtstoffwechsel ist Laktat damit kein Nebenprodukt, sondern eine Drehscheibe: es verbindet Gewebe, die Kohlenhydrate schnell verbrennen, mit Geweben, die sie langsam und vollständig verbrennen.
Laktat als Signal
Neben seiner Rolle als Brennstoff wirkt Laktat als Signalstoff. Es bindet an einen eigenen Rezeptor, verschiebt das Redoxgleichgewicht der Zelle und beeinflusst darüber die Genantwort. In dieser Lesart ist Laktat ein Myokin: ein Stoff, den der arbeitende Muskel abgibt und der anderswo etwas auslöst.
Hier ist Vorsicht angebracht, und zwar mehr, als die Übersichtsarbeiten nahelegen. Die Signalwirkungen sind überwiegend in Zellkultur und im Tiermodell gezeigt, oft mit Konzentrationen und über Zeiträume, die sich mit einer Trainingseinheit nicht vergleichen lassen. Dass Laktat Anpassungen begleitet, ist gut belegt. Dass es sie auslöst, ist für den trainierenden Menschen nicht gezeigt. Wer das entscheiden wollte, müsste den Laktatanstieg bei gleicher mechanischer Arbeit gezielt verändern und die Anpassung messen.
Die Laktatschwelle
Trägt man den Blutlaktatwert gegen die Belastungsintensität auf, steigt die Kurve ab einem bestimmten Punkt steil an. Dieser Übergangsbereich wird als Laktatschwelle bezeichnet und dient dazu, Trainingsbereiche abzugrenzen und die Ausdauerleistung einzuschätzen. Das belastbarste Konzept dahinter ist der maximale Laktat-Steady-State: die höchste Intensität, bei der Bildung und Abbau sich über längere Zeit noch die Waage halten.
Die Anpassung an Training läuft über beide Seiten dieser Bilanz. Mehr Mitochondrien und mehr Transporter heißt: bei derselben Geschwindigkeit steht weniger Laktat im Blut, und die Schwelle verschiebt sich nach oben. Das ist der Grund, warum die Schwellenleistung ein besserer Anzeiger für die Ausdauerleistung ist als die maximale Sauerstoffaufnahme allein.
Es gibt nicht „die“ Laktatschwelle. In der Literatur stehen zahlreiche Definitionen nebeneinander, die aus derselben Kurve verschiedene Punkte herauslesen und verschiedene Intensitäten ergeben. Wer Werte vergleicht, muss dieselbe Definition, dasselbe Stufenprotokoll und dasselbe Messgerät voraussetzen. Ein Laktatwert ohne Angabe des Protokolls ist weitgehend bedeutungslos.
Was das für das Krafttraining heißt
Im Krafttraining ist Laktat vor allem ein Begleitwert. Ein Satz mit vielen Wiederholungen treibt ihn hoch, ein schwerer Dreiersatz kaum. Daraus folgt kein Trainingsziel: Ein hoher Laktatwert zeigt, dass viel Energie über die Glykolyse lief, und nicht, dass der Reiz für Muskelwachstum groß war. Wer Laktat als Maß für die Qualität eines Satzes nimmt, misst die Stoffwechsellage und nennt sie Trainingsreiz.
Die naheliegende Gegenthese, Laktat trage über seine Signalwirkung selbst zur Hypertrophie bei, ist eine offene Vorhersage und kein Befund. Sie ließe sich prüfen, indem man bei gleichem mechanischem Reiz die Laktatanhäufung verändert und den Muskelquerschnitt nach Wochen misst.
Classification
Drei Sätze tragen den Artikel. Laktat ist kein Abfall, sondern ein Energieträger, den andere Gewebe verbrennen. Es verursacht die Übersäuerung nicht, es verlangsamt sie. Und als Messwert beschreibt es die Stoffwechsellage, nicht die Leistung und nicht den Trainingsreiz.
Für die Ausdauer ist die Schwellenleistung eine der brauchbarsten Größen, sofern Protokoll und Definition mitgenannt werden. Für das Krafttraining ist Laktat ein Nebenbefund, dem in den letzten Jahren mehr Bedeutung zugeschrieben wurde, als die Humandaten hergeben.
Sources
- Brooks GA. The Science and Translation of Lactate Shuttle Theory. Cell Metab. 2018. PubMed
- Robergs RA et al. Biochemistry of exercise-induced metabolic acidosis. Am J Physiol Regul Integr Comp Physiol. 2004. PubMed
- Brooks GA et al. Lactate as a myokine and exerkine: drivers and signals of physiology and metabolism. J Appl Physiol (1985). 2023. PubMed
- Brooks GA. Lactate as a fulcrum of metabolism. Redox Biol. 2020. PubMed
- Faude O et al. Lactate threshold concepts: how valid are they? Sports Med. 2009. PubMed
- Billat VL et al. The concept of maximal lactate steady state: a bridge between biochemistry, physiology and sport science. Sports Med. 2003. PubMed
- Cairns SP et al. Lactic acidosis: implications for human exercise performance. Eur J Appl Physiol. 2025. PubMed
Cet article a été rédigé à l'aide de systèmes d'intelligence artificielle. En savoir plus