Hexarelin

Hexarelin löst beim Menschen eine akute Wachstumshormonantwort aus. Ein Nutzen für Muskelaufbau, Kraft oder Trainingsleistung sowie ein langfristiger Schutz des Herzens sind nicht gezeigt.

Auch bekannt als: Examorelin, Hexareline, EP-23905

Connaissance La Bible du culturisme

De quoi s'agit-il ?

Hexarelin, auch Examorelin genannt, ist ein synthetisches Hexapeptid aus der Gruppe der Wachstumshormon freisetzenden Peptide. Seine beim Menschen untersuchte Wirkung ist eine kurzfristige Ausschüttung von Wachstumshormon, kurz GH.

Comment ça marche

Wachstumshormon und weitere Hormone

Nach einer einzelnen Gabe steigt die GH-Antwort. In einer kleinen Vergleichsstudie stiegen auch Prolaktin, ACTH und Cortisol an. Diese Hormonmessungen zeigen eine biologische Reaktion, aber noch keine Wirkung auf Muskelmasse oder Leistung.

Signale am Herzen

In Rattenherzmembranen wurde ein Hexarelin bindendes Protein als CD36 identifiziert. In isoliert perfundierten Tierherzen erhöhte Hexarelin den koronaren Perfusionsdruck dosisabhängig; in CD36 defizienten Modellen blieb diese Reaktion aus. Ein höherer Perfusionsdruck ist kein Nachweis für Schutz vor Herzschäden.

In einem Rattenmodell nach Ischämie und Reperfusion veränderte Hexarelin Entzündungsmarker im Herzgewebe. Ein Antagonist des GHSR hob Änderungen von IL-1β und IL-1Ra teilweise auf. Das spricht im Tiermodell für einen weiteren möglichen Signalweg.

Die Rezeptor- und Gewebebefunde erklären mögliche Wirkwege. Ob diese Wege beim Menschen Herzinfarkte verhindern oder die Herzfunktion dauerhaft verbessern, wurde damit nicht geprüft.

Ce que révèlent les études

Bei 12 gesunden jungen Freiwilligen stieg die akute GH-Antwort nach intravenöser und subkutaner Gabe mit der Dosis. Auch nach intranasaler und oraler Gabe wurde eine GH-Antwort gemessen. Die Messgröße war die Fläche unter der GH-Zeitkurve, kein Hexarelin-Plasmaspiegel und kein Trainingsendpunkt.

Akute GH-Antwort auf zwei Hexarelin-Dosen

Présentation : Zwei getrennte Linien für intravenöse und subkutane Gabe, jeweils mit zwei Messpunkten. Horizontale Achse: Hexarelin in μg/kg. Vertikale Achse ab null: GH-AUC in μg·min/l. Données : Intravenös 1 μg/kg: 3175 ± 506 μg·min/l; intravenös 2 μg/kg: 4422 ± 626 μg·min/l. Subkutan 1,5 μg/kg: 3180 ± 392 μg·min/l; subkutan 3 μg/kg: 4459 ± 566 μg·min/l. Emplacements : Quelle s9, Abstract, Ergebnisabschnitt mit den GH-AUC-Werten für intravenöse und subkutane Gabe. Remarques : Die Linien verbinden nur gemessene Punkte und behaupten keine Form der Kurve dazwischen. Verabreichungswege getrennt kennzeichnen. GH-AUC ist eine Hormonantwort und keine direkte Messung der Hexarelin-Konzentration oder eines Nutzens für das Training.

Akute GH-Antwort bei 12 gesunden jungen Freiwilligen nach Einzeldosen; dargestellt ist die Fläche unter der GH-Zeitkurve.

Bei sechs gesunden jungen Erwachsenen waren die akuten GH-Antworten auf Hexarelin und GHRP-2 bei den geprüften intravenösen Dosen ähnlich. Auch die gemessenen Anstiege von Prolaktin, ACTH und Cortisol waren ähnlich. Eine allgemeine Rangfolge gegenüber sämtlichen GHRPs lässt sich daraus nicht ableiten. Eine formale Suche nach Personen mit abweichender Reaktion wird im Abstract nicht berichtet.

Während einer 16-wöchigen Studie mit zweimal täglicher subkutaner Gabe von 1,5 μg/kg bei älteren Erwachsenen nahm die GH-Antwort teilweise ab. Vier Wochen nach Ende der Behandlung lag sie wieder nahe am Ausgangswert. Die fettfreie Körpermasse hatte sich nach 16 Wochen nicht signifikant verändert.

In zwei kleinen Studien an älteren Menschen blieb die GH-Antwort nach acht Tagen intranasaler beziehungsweise 15 Tagen oraler Anwendung ohne signifikante Abschwächung. Diese Befunde betreffen kürzere Zeiträume und andere Aufnahmewege als die 16-wöchige subkutane Studie. Eine formale Suche nach Moderatoren wird in den Abstracts nicht berichtet.

Bei 24 Männern mit koronarer Herzkrankheit während einer Bypassoperation erhöhten 2 μg/kg Hexarelin intravenös die linksventrikuläre Ejektionsfraktion, den Herzindex und das Herzzeitvolumen ab etwa zehn Minuten bis zu 90 Minuten nach Gabe. Auch der mittlere arterielle Blutdruck stieg. GHRH, Wachstumshormon und Placebo zeigten im Vergleich keinen entsprechenden hämodynamischen Effekt. Gemessen wurden kurzfristige Funktionswerte unter Narkose, keine Infarkte oder langfristigen Verläufe; eine Moderatoranalyse wird nicht berichtet.

In einem Rattenmodell nach experimenteller Ischämie und Reperfusion verbesserte eine siebentägige subkutane Behandlung systolische Messwerte, senkte Malondialdehyd und erhöhte die Zahl überlebender Herzmuskelzellen. Das sind Befunde aus dem Tiermodell; klinischer Herzschutz beim Menschen folgt daraus nicht.

Für Kraft und Trainingsleistung enthält die ausgewählte Evidenz keine kontrollierte Humanstudie. Zur fettfreien Körpermasse liegt ein Nullbefund aus einer Studie an älteren Erwachsenen vor. Ob die GH-Antwort einen Trainingsnutzen vorhersagt, müssten Studien mit entsprechenden Endpunkten prüfen.

Posologie

  • Einzelgaben in der Forschung: Bei gesunden Freiwilligen wurden subkutan 1,5 und 3 μg/kg geprüft. Beide Dosen lösten eine akute GH-Antwort aus; die höhere Dosis erzeugte die größere Antwort. Daraus ergibt sich keine geprüfte Dosis für Muskelaufbau oder eine Daueranwendung.
  • Verabreichungsweg: Die untersuchten intravenösen, subkutanen, intranasalen und oralen Gaben erzeugten unterschiedliche GH-Antworten. Die Studie maß keine Hexarelin-Plasmaspiegel; aus den Hormonwerten lässt sich kein verlässlicher Umrechnungsfaktor für andere Aufnahmewege ableiten.
  • Wiederholte Anwendung: Die GH-Antwort nahm unter 16 Wochen subkutaner Gabe teilweise ab und erholte sich nach vier Wochen ohne Behandlung. Nach kürzerer intranasaler oder oraler Anwendung wurde keine signifikante Abschwächung gemessen. Daraus lässt sich weder ein allgemeiner Wirkverlust noch ein wirksamer Pausenplan ableiten. Ein Schema mit 100–200 μg subkutan zweimal täglich, fünf Anwendungstagen und zwei Pausentagen oder einer Rotation mit Ipamorelin wurde damit nicht validiert.

Effets secondaires

Weitere Hormonantworten: Nach intravenösen Einzeldosen von 1 und 2 μg/kg erhöhte Hexarelin neben GH auch Prolaktin, ACTH und Cortisol. Die Antworten waren denen auf GHRP-2 bei den geprüften Dosen ähnlich. Ob diese kurzfristigen Markeränderungen bei wiederholter Anwendung Beschwerden oder messbare Schäden verursachen, wurde dort nicht untersucht; ein belastbarer Grenzwert lässt sich daraus nicht nennen. Bei Beschwerden oder geplanter wiederholter Anwendung ist eine ärztliche Beurteilung sinnvoll. Eine belegte Gegenmaßnahme ergibt sich aus dieser Studie nicht.

Herz und Blutdruck: Bei Männern mit koronarer Herzkrankheit stieg nach intravenöser Gabe während einer Bypassoperation der mittlere arterielle Blutdruck. In isolierten Tierherzen stieg der koronare Perfusionsdruck über einen CD36 abhängigen Mechanismus. Beide Befunde hängen vom untersuchten Modell und Aufnahmeweg ab; sie beziffern kein Risiko bei gesunden Anwendern. Blutdruck und bestehende Herzerkrankungen gehören vor einer medizinischen Anwendung ärztlich beurteilt. Eine spezifische Gegenmaßnahme oder ein sicherer Grenzwert ist aus diesen Arbeiten nicht belegt.

Aussagekräftige kontrollierte Langzeitdaten zur Sicherheit und zu klinischen Wechselwirkungen fehlen in der ausgewählten Evidenz. Aus Hormon- und Kreislaufmessungen folgt weder Entwarnung noch ein bezifferbares Langzeitrisiko.

Classification

Hexarelin ist als Auslöser einer akuten GH-Antwort beim Menschen untersucht. Für eine bessere Trainingsleistung oder mehr Muskelmasse ist ein Nutzen nicht gezeigt. Die beobachteten Herzfunktionswerte während einer Operation und die Befunde aus Rattenherzen rechtfertigen keine Aussage über langfristigen Herzschutz beim Menschen. Dafür wären Studien mit klinischen Endpunkten und längerer Nachbeobachtung nötig.

Sources

  1. Broglio F et al. Effects of acute hexarelin administration on cardiac performance in patients with coronary artery disease during by-pass surgery. Eur J Pharmacol. 2002. PubMed
  2. Arvat E et al. Effects of GHRP-2 and hexarelin, two synthetic GH-releasing peptides, on GH, prolactin, ACTH and cortisol levels in man. Comparison with the effects of GHRH, TRH and hCRH. Peptides. 1997. PubMed
  3. Ghigo E et al. Growth hormone-releasing activity of hexarelin, a new synthetic hexapeptide, after intravenous, subcutaneous, intranasal, and oral administration in man. J Clin Endocrinol Metab. 1994. PubMed
  4. Bodart V et al. CD36 mediates the cardiovascular action of growth hormone-releasing peptides in the heart. Circ Res. 2002. PubMed
  5. Huang J et al. The Growth Hormone Secretagogue Hexarelin Protects Rat Cardiomyocytes From in vivo Ischemia/Reperfusion Injury Through Interleukin-1 Signaling Pathway. Int Heart J. 2017. PubMed
  6. Rahim A et al. Does desensitization to hexarelin occur?. Growth Horm IGF Res. 1998. PubMed
  7. Ghigo E et al. Short-term administration of intranasal or oral Hexarelin, a synthetic hexapeptide, does not desensitize the growth hormone responsiveness in human aging. Eur J Endocrinol. 1996. PubMed

Cet article a été rédigé à l'aide de systèmes d'intelligence artificielle. En savoir plus