Taurin
Taurin ist eine schwefelhaltige, nicht proteinbildende Aminosäure. Studien zur Sportleistung liefern gemischte Ergebnisse; günstige Herz-Kreislauf-Befunde aus unterschiedlichen Populationen lassen sich nur eingeschränkt auf gesunde Sportler übertragen.
Auch bekannt als: Taurine, 2-Aminoethansulfonsäure
que es
Taurin, auch 2-Aminoethansulfonsäure genannt, ist eine schwefelhaltige Aminosäure. Es wird nicht als Baustein in Proteine eingebaut. Für den Kraftsport ist vor allem die Frage interessant, ob eine zusätzliche Einnahme die Arbeit der Muskeln oder die Trainingsleistung verändert.
como funciona
Calcium und Muskelkraft
In isolierten schnellzuckenden Muskelfasern von Ratten erhöhte direkt zugesetztes Taurin bei 20 mmol/L die Calciumansammlung im sarkoplasmatischen Retikulum um 34,6 Prozent gegenüber der Kontrolle. Die durch elektrische Erregung ausgelöste Spitzenkraft erreichte 120,8 Prozent des Kontrollwerts. Für die beiden Messungen wurden 10 beziehungsweise 27 Fasern untersucht, nicht 10 beziehungsweise 27 Tiere. Zugleich sank die Calciumempfindlichkeit des kontraktilen Apparats, und die Maximalkraft lag bei 92 Prozent der Kontrolle. Die Befunde zeigen somit keine durchgängige Kraftsteigerung.
Darstellung: Drei getrennt beschriftete Wertegruppen auf einer gemeinsamen Achse in Prozent des jeweiligen Kontrollwerts, beginnend bei null. Je Gruppe Kontrolle und Taurin nebeneinander. Daten: Calciumansammlung im sarkoplasmatischen Retikulum: Kontrolle 100 Prozent, Taurin bei 20 mmol/L 134,6 Prozent, berichtete Veränderung +34,6 ± 9,3 Prozent, n = 10 isolierte Fasern. Depolarisationsinduzierte Spitzenkraft: Kontrolle 100 Prozent, Taurin bei 20 mmol/L 120,8 ± 5,3 Prozent, n = 27 isolierte Fasern. Maximalkraft des kontraktilen Apparats: Kontrolle 100 Prozent, Taurin bei 20 mmol/L 92,0 ± 1,0 Prozent; Faserzahl für diesen Einzelwert nicht angegeben. Fundstellen: s8, Evidenzmatrix, Zeilen „Calciumansammlung im sarkoplasmatischen Retikulum“ und „Depolarisationsinduzierte Kraftantwort“, jeweils Feld „effectSize“; Bakker AJ et al., J Physiol. 2002, PubMed-Abstract zu PMID 11773327, Satz zur Maximalkraft. Hinweise: Die Endpunkte sind getrennte Messungen. Die Grafik zeigt eine einzige ex-vivo-Konzentration, keine Dosis-Wirkungs-Kurve und keine Wirkung nach oraler Einnahme beim Menschen.
Die 20 mmol/L im Versuch an isolierten Rattenfasern liegen deutlich über dem mittleren maximalen Plasmaspiegel von 0,69 mmol/L, der bei acht gesunden Männern nach einmalig 4 g Taurin oral gemessen wurde. Plasma und isolierte Muskelfasern sind verschiedene Kompartimente. Der Vergleich zeigt weder die Taurinkonzentration im menschlichen Muskel noch eine Wirkung auf dessen Kraft nach Einnahme.
Lo que muestran los estudios
Eine Übersicht über 19 Humanstudien zu Sport und Bewegung beschreibt positive Einzelbefunde, aber auch gemischte Ergebnisse für Leistung und Erholung. Wegen unterschiedlicher Dosen, Einnahmezeitpunkte und Belastungsprotokolle ziehen die Autoren keine abschließende Aussage zur aeroben oder anaeroben Wirksamkeit. Eine quantitative Suche nach verlässlich reagierenden Untergruppen wird im Abstract nicht berichtet.
Eine Metaanalyse von 20 randomisierten Studien mit insgesamt 808 Teilnehmenden fand im gepoolten Mittel eine um 3,579 Schläge pro Minute niedrigere Herzfrequenz, einen um 3,999 mmHg niedrigeren systolischen Blutdruck und eine um 4,981 Prozentpunkte höhere linksventrikuläre Ejektionsfraktion. Untersucht wurden sowohl gesunde Menschen als auch Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Mittelwerte belegen daher keinen entsprechenden Nutzen für gesunde Kraftsportler. Die Metaanalyse prüfte die Gesamtdosis und den Ausgangsstatus als mögliche Einflussfaktoren. Die Metaregression fand für die berichteten Endpunkte keine statistisch signifikante Dosisbeziehung; eine optimale Dosis lässt sich daraus nicht ableiten.
Für Muskelaufbau, Anpassungen an längerfristiges Krafttraining und die Vorbeugung belastungsbedingter Krämpfe bei gesunden Sportlern fehlt ein direkter kontrollierter Nachweis. Ein veränderter Muskelmechanismus oder Kreislaufwert ersetzt keinen gemessenen Trainingsendpunkt.
Dosis
- Für Leistung: Die Sportstudien verwendeten unterschiedliche Mengen von unter 1 g bis 6 g und unterschiedliche Einnahmezeitpunkte. Daraus ergibt sich keine belegte optimale Dosis oder Empfehlung zur Einnahme unmittelbar vor dem Training.
- Für die Sicherheitsbewertung: Eine Auswertung verfügbarer Humanstudien bestimmte bis zu 3 g zusätzliches Taurin pro Tag bei gesunden Erwachsenen als beobachteten sicheren Aufnahmewert. Das ist keine nachgewiesen wirksame Dosis.
- Über 3 g täglich: Die ausgewerteten Daten reichen für eine verlässliche Aussage zur langfristigen Sicherheit höherer Mengen nicht aus.
Efectos secundarios
Die Sicherheitsbewertung fand bei gesunden Erwachsenen bis 3 g zusätzlichem Taurin pro Tag kein systematisches Muster unerwünschter Wirkungen. Deshalb lässt sich aus diesen Daten auch kein typischer Mechanismus einer Nebenwirkung oder ein spezifischer Laborgrenzwert benennen. Oberhalb dieser Menge ist die langfristige Sicherheit ungeklärt; das ist kein Nachweis, dass höhere Mengen schaden. Eine belegte Gegenmaßnahme für eine taurinspezifische Nebenwirkung geht aus den ausgewerteten Daten nicht hervor.
Clasificación
Wer Taurin wegen einer möglichen Wirkung auf die Muskelarbeit erwägt, findet einen interessanten, aber uneinheitlichen Befund an isolierten Rattenfasern und keinen gesicherten Nutzen für Kraft oder Muskelaufbau beim Menschen. Auch für die Sportleistung insgesamt bleiben die Humanbefunde uneinheitlich. Entscheidend wäre eine kontrollierte Studie, die nach oraler Einnahme sowohl Taurin im menschlichen Muskel als auch Kraft oder Ausdauer unter einem festgelegten Trainingsprotokoll misst. Für Krampfprävention müsste die Häufigkeit belastungsbedingter Krämpfe direkt untersucht werden.
Fuentes
- Kurtz JA et al. Taurine in sports and exercise. J Int Soc Sports Nutr. 2021. PubMed
- Bakker AJ et al. Effect of taurine on sarcoplasmic reticulum function and force in skinned fast-twitch skeletal muscle fibres of the rat. J Physiol. 2002. PubMed
- Tzang CC et al. Insights into the cardiovascular benefits of taurine: a systematic review and meta-analysis. Nutr J. 2024. PubMed
- Shao A et al. Risk assessment for the amino acids taurine, L-glutamine and L-arginine. Regul Toxicol Pharmacol. 2008. PubMed
- Ghandforoush-Sattari M et al. Pharmacokinetics of oral taurine in healthy volunteers. J Amino Acids. 2010. PubMed
Este artículo se ha elaborado utilizando sistemas de inteligencia artificial. Más información al respecto