Vitamin B3 (Niacin)
Niacin umfasst mehrere Formen von Vitamin B3. Hoch dosierte Nicotinsäure verändert Blutfettwerte, doch ein Nutzen für Kraft, Muskelaufbau oder Regeneration ist nicht gezeigt und hohe Dosen können Nebenwirkungen verursachen.
Auch bekannt als: Niacin, Vitamin B3, Nicotinsäure, Nicotinamid
que es
Niacin ist ein wasserlösliches Vitamin und umfasst unter anderem Nicotinsäure und Nicotinamid. Der Körper kann Niacin auch aus Tryptophan bilden. Deshalb gibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) die Zufuhr in Niacin-Äquivalenten an: Ein Milligramm Niacin-Äquivalente entspricht einem Milligramm Niacin oder 60 Milligramm Tryptophan.
Die Formen gehören zum selben Vitamin, sind für Aussagen über hoch dosierte Nicotinsäure aber nicht austauschbar. Die folgenden Befunde zur Wirkung auf Blutfette und zum Flush betreffen Nicotinsäure.
como funciona
Lipoproteine
Eine mechanistische Übersicht beschreibt eine Hemmung der hepatischen DGAT2 durch Nicotinsäure. Damit verbindet sie eine geringere Triglyceridsynthese, mehr intrazellulären Abbau von ApoB und eine geringere Freisetzung von VLDL und LDL. Die Übersicht führt höhere Konzentrationen bestimmter HDL-Fraktionen außerdem auf einen langsameren Abbau von ApoA-I zurück. Die Einzelmodelle dieser Befunde sind im Abstract nicht durchgehend ausgewiesen.
Die oft angeführte Hemmung der Fettsäurefreisetzung aus dem Fettgewebe über GPR109A könnte nach Einschätzung derselben Übersicht nur einen kleinen Teil der Lipidwirkung erklären.
Diese Mechanismen erklären Veränderungen an Blutmarkern. Ein höherer HDL-Wert belegt für sich weder weniger Herz-Kreislauf-Ereignisse noch bessere Trainingsleistung. Die Übersicht nennt keine einheitliche Dosis, mit der sich die Mechanismen auf eine übliche Nahrungsergänzung übertragen ließen.
Lo que muestran los estudios
Für Erwachsene von 25 bis unter 51 Jahren nennt die DGE 15 Milligramm Niacin-Äquivalente pro Tag für Männer und 12 Milligramm für Frauen. Das sind Referenzwerte für die Versorgung, keine in einer Supplementstudie gemessenen Leistungsgewinne.
Eine Übersicht über 23 randomisierte Studien mit insgesamt 39.195 Erwachsenen mit oder mit Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen fand unter einer Niacintherapie über mindestens sechs Monate keine nachweisbare Senkung von Sterblichkeit, Herzinfarkten oder Schlaganfällen. Abbrüche wegen Nebenwirkungen waren unter Niacin häufiger. Die Autoren untersuchten in Metaregressionen unter anderem Behandlungsdauer, bestehende koronare Erkrankung und begleitende Statintherapie; zusammengefasste Mittelwerte schließen unterschiedliche Einzelreaktionen dennoch nicht aus.
Eine weitere Metaanalyse mit 35.760 Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Fettstoffwechselstörungen fand insgesamt keinen präventiven Zusammenhang in der Sekundärprävention. In der getrennten Auswertung der Niacin-Monotherapie ohne Statin zeigten sich günstigere Werte für einige kardiovaskuläre Ereignisse. Diese Signale stammten überwiegend aus zwei Studien der 1970er und 1980er Jahre und lassen sich nicht als allgemeiner Nutzen zusätzlicher Niacineinnahme lesen.
In einem akuten Radfahrversuch mit 25 untrainierten Männern unterschied sich die Zeit bis zur Erschöpfung nach einmalig 1.000 Milligramm Niacin nicht signifikant von Placebo. Gegenüber Koffein war sie geringer. Dieser Versuch prüfte weder Krafttraining noch Muskelwachstum oder Regeneration.
Für Niacin allein fand die bereitgestellte Recherche keine kontrollierte Humanstudie mit Kraft, Hypertrophie oder Regeneration als Endpunkt. Wenn zusätzliche Niacineinnahme bei ausreichend versorgten Trainierenden nützt, müsste sich das gegenüber Placebo an solchen Endpunkten zeigen. Aus den vorliegenden Befunden lässt sich das nicht entscheiden.
Dosis
- Versorgung einordnen: Den DGE-Referenzwert nach Alter und Geschlecht wählen. Für 25- bis unter 51-Jährige gelten 15 Milligramm Niacin-Äquivalente pro Tag für Männer und 12 Milligramm für Frauen; die Bildung aus Tryptophan zählt mit.
- Sportliche Ziele: Für Kraft, Muskelaufbau oder Regeneration lässt sich keine zusätzliche Niacindosis aus kontrollierten Studien ableiten.
- Hoch dosierte Nicotinsäure: Eine Dosis zur eigenständigen Behandlung von Blutfettwerten lässt sich aus den mechanistischen Befunden nicht ableiten. In Studien zu solchen Dosen traten relevante Nebenwirkungen und Therapieabbrüche auf.
Efectos secundarios
Flush bei Nicotinsäure: Eine mechanistische Übersicht erklärt die Hautrötung durch GPR109A und die Freisetzung der Prostaglandine D2 und E2 in der Haut. Eine Metaanalyse untersuchte Nebenwirkungen getrennt nach Nicotinsäure und Nicotinamid sowie nach Dosis; sie berichtet bei gesunden Menschen unter Nicotinsäure allein größere Nebenwirkungen bereits unter 1.000 Milligramm pro Tag. Wie häufig gerade der Flush bei einer bestimmten Dosis oder Formulierung auftritt, lässt sich daraus nicht beziffern. Die Rötung ist kein Zeichen besserer Wirkung. Wer darauf reagiert, sollte die Dosis nicht für einen erhofften Trainingseffekt steigern; eine für diesen Zweck belegte Gegenmaßnahme liefern diese Quellen nicht.
Leberbelastung bei hoch dosierter Nicotinsäure: Der genaue Schädigungsmechanismus ist mit den herangezogenen Befunden nicht geklärt. In einer randomisierten Studie mit 46 Erwachsenen mit erhöhtem LDL-Cholesterin wurden ansteigende Tagesdosen von 500 bis 3.000 Milligramm als sofort beziehungsweise verzögert freisetzende Formulierung verglichen. Hepatotoxische Effekte traten bei 12 von 23 Personen mit verzögerter Freisetzung und bei keiner der 23 Personen mit sofortiger Freisetzung auf. Erhöhte Leberaminotransferasen und Beschwerden waren Gründe für Therapieabbrüche. Die beiden Formulierungen waren in dieser Studie also nicht gleich riskant; das Ergebnis ist keine Entwarnung für andere Dosen oder Präparate. Eine hoch dosierte Anwendung gehört in fachliche Betreuung mit Kontrolle der Leberwerte und sollte bei auffälligen Werten oder Beschwerden überprüft werden. Der Vergleich belegt keine sichere Selbstbehandlung durch einen Formulierungswechsel.
Neuer Diabetes unter pharmakologischer Niacintherapie: Der Mechanismus des erhöhten Risikos wird durch die hier herangezogene Metaanalyse nicht geklärt. In elf randomisierten Studien mit 26.340 Menschen ohne Diabetes zu Beginn war das Risiko einer neuen Diabetesdiagnose unter Niacin erhöht: relatives Risiko 1,34 mit einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von 1,21 bis 1,49. Das betrifft längerfristige pharmakologische Behandlung und ist keine Schätzung für die Niacinzufuhr über Lebensmittel. Bei einer solchen Behandlung ist die Blutzuckerentwicklung zu beobachten und die Notwendigkeit der Behandlung abzuwägen; eine durch diese Studien belegte Gegenmaßnahme gegen das Risiko ist nicht ausgewiesen.
Für einen Niacin-bedingten Harnsäureanstieg, Gichtrisiken und Wechselwirkungen mit häufigen Medikamenten liefert die bereitgestellte Recherche keine ausreichend belegten Größen oder konkreten Gegenmaßnahmen.
Clasificación
Für die Ernährung ist Niacin ein Nährstoff mit alters- und geschlechtsabhängigen Referenzwerten. Die Behandlung von Blutfettwerten mit hoch dosierter Nicotinsäure ist eine andere Frage: Veränderte Lipoproteinwerte belegen keinen Rückgang klinischer Ereignisse, während Nebenwirkungen auftreten können. Die begrenzten positiven Signale älterer Monotherapiestudien müssen im jeweiligen Behandlungskontext beurteilt werden.
Für ausreichend versorgte Kraftsportler ist ein Zusatznutzen nicht gezeigt. Um die Frage zu klären, braucht es kontrollierte Studien, die Kraft, Muskelwachstum oder Erholung direkt messen.
Fuentes
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Niacin, Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. Código abierto
- Kamanna VS et al. Mechanism of action of niacin. Am J Cardiol. 2008. PubMed
- Schandelmaier S et al. Niacin for primary and secondary prevention of cardiovascular events. Cochrane Database Syst Rev. 2017. PubMed
- D'Andrea E et al. Assessment of the Role of Niacin in Managing Cardiovascular Disease Outcomes: A Systematic Review and Meta-analysis. JAMA Netw Open. 2019. PubMed
- Minto C et al. Definition of a tolerable upper intake level of niacin: a systematic review and meta-analysis of the dose-dependent effects of nicotinamide and nicotinic acid supplementation. Nutr Rev. 2017. PubMed
- Goldie C et al. Niacin therapy and the risk of new-onset diabetes: a meta-analysis of randomised controlled trials. Heart. 2016. PubMed
- Davis GR et al. Niacin supplementation impairs exercise performance. Int J Vitam Nutr Res. 2023. PubMed
- McKenney JM et al. A comparison of the efficacy and toxic effects of sustained- vs immediate-release niacin in hypercholesterolemic patients. JAMA. 1994. PubMed
Este artículo se ha elaborado utilizando sistemas de inteligencia artificial. Más información al respecto