Kalzium
Kalzium ist für Knochen, Muskulatur, Nervensystem und Blutgerinnung wichtig. Für Erwachsene empfiehlt die DGE insgesamt 1.000 mg täglich; ein zusätzlicher Frakturschutz durch Supplemente ist bei ausreichender Versorgung nicht überzeugend belegt.
Auch bekannt als: Kalzium, Calcium, Ca
que es
Kalzium ist ein Mineralstoff und Baustein von Knochen und Zähnen. Es ist außerdem für Nervensystem, Muskulatur und Blutgerinnung wichtig.
como funciona
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Bei langfristig unzureichender Zufuhr kann dem Knochen Kalzium entzogen werden. Die DGE beschreibt als mögliche Folge einen Verlust an Knochenmasse und Stabilität.
Muskel und Leistung
Kalzium ist an der Muskelfunktion beteiligt. Daraus folgt die plausible Vorhersage, dass eine behobene Unterversorgung die Muskelfunktion verbessern könnte.
Die Funktion im Muskel belegt keinen zusätzlichen Trainingseffekt durch ein Supplement. Kleine kontrollierte Studien haben Kraft und Leistung mit amorphem Kalziumcarbonat untersucht; ihre Befunde reichen für eine allgemeine Wirkungsaussage nicht aus.
Lo que muestran los estudios
In einer systematischen Übersicht mit 44 Kohortenstudien zu Menschen über 50 fand die Mehrzahl keinen Zusammenhang zwischen Kalziumzufuhr aus Lebensmitteln und Frakturen. Zwei kontrollierte Studien zu Nahrungsquellen mit zusammen 262 Teilnehmenden lieferten keine belastbare klinische Grundlage für eine Frakturprävention durch höhere Nahrungszufuhr.
Für Supplemente ergab die Zusammenfassung von 20 randomisierten Studien mit 58.573 Teilnehmenden ein geringeres Risiko für Frakturen insgesamt: relatives Risiko 0,89 bei einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von 0,81 bis 0,96. Für Hüft- und Unterarmfrakturen zeigte sich kein eindeutiger Vorteil. In den vier Studien mit dem niedrigsten Verzerrungsrisiko und zusammen 44.505 Teilnehmenden fand die Übersicht an keinem untersuchten Frakturort einen Effekt. Die Ergebnisse waren für Kalzium allein und Kalzium mit Vitamin D ähnlich; individuelle Reaktionsmuster wurden dabei nicht geprüft.
Darstellung: Vier horizontale Punktschätzungen mit 95-Prozent-Konfidenzintervallen auf einer gemeinsamen Achse für das relative Risiko. Eine senkrechte Referenzlinie bei 1,00 kennzeichnet keinen Unterschied. Daten: Gesamtfrakturen: relatives Risiko 0,89, 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,81 bis 0,96; Wirbelfrakturen: 0,86, 0,74 bis 1,00; Hüftfrakturen: 0,95, 0,76 bis 1,18; Unterarmfrakturen: 0,96, 0,85 bis 1,09. Fundstellen: Quelle s3, Evidenzmatrix, Zeile zur Meta-Analyse der Supplementstudien, Feld „effectSize“. Hinweise: Für jeden Frakturort gingen andere Studien und Teilnehmerzahlen ein. Das gepoolte Ergebnis für Gesamtfrakturen weicht von der Nullanalyse der vier Studien mit dem niedrigsten Verzerrungsrisiko ab; für diese Nullanalyse liegt im Paket keine Punktschätzung vor.
Der kleine gepoolte Vorteil für Frakturen insgesamt trägt keine allgemeine Supplementempfehlung. Die Studien unterschieden sich in Population und Behandlung, die Auswertung mit dem niedrigsten Verzerrungsrisiko blieb ohne Vorteil, und Funnel-Plot sowie Egger-Test deuteten auf möglichen Publikationsbias hin.
In einer zweijährigen randomisierten Studie mit 301 gesunden postmenopausalen Frauen zeigte sich ein begrenzter Knochendichtevorteil: Bei Frauen mit niedriger Ausgangszufuhr, die seit mindestens sechs Jahren in der Menopause waren, verringerte Kalziumcitratmalat den Knochenverlust. Bei Frauen in den ersten fünf Jahren nach der Menopause blieb der rasche Verlust an der Wirbelsäule unbeeinflusst. Knochendichte ist dabei kein gemessener Frakturschutz.
In einer kleinen randomisierten Trainingsstudie mit 31 Frauen und neun Wochen amorphem Kalziumcarbonat war die Veränderung beim Bankdrücken in einer Auswertung größer als unter Placebo. Die Zeit-mal-Gruppe-Interaktion war jedoch nicht signifikant; der Befund belegt keinen gesicherten Kraftzuwachs. In einer weiteren randomisierten Studie mit 30 trainierten Männern und drei Wochen derselben Kalziumform waren die üblichen Interaktionstests für Wiederholungen und Leistung nach belastendem Training null. Eine ergänzende Auswertung deutete mögliche Vorteile bei Wiederholungen und Muskelkater an.
Dosis
- Für Erwachsene ab 19 Jahren nennt die DGE eine Zufuhr von 1.000 mg Kalzium pro Tag. Das ist ein Wert für die gesamte Ernährung, keine zusätzliche Tablettendosis.
- Wer diese Zufuhr bereits über die Ernährung erreicht, hat keinen überzeugend belegten zusätzlichen Frakturvorteil durch ein Supplement.
- Bei geringer Zufuhr ist das Schließen der Lücke sinnvoll. Der Knochendichtebefund bei Frauen mit niedriger Ausgangszufuhr lässt sich nicht auf alle Erwachsenen oder auf Frakturprävention übertragen.
- Eine geprüfte allgemeine Supplementdosis für bessere Kraft oder eine routinemäßige Kombination mit Vitamin K2 lässt sich aus den vorliegenden Studien nicht ableiten.
Efectos secundarios
Herz-Kreislauf-Ereignisse: Ein konkreter Schädigungsmechanismus und eine Dosisgrenze sind durch die hier behandelten Studien nicht geklärt. Eine Meta-Analyse randomisierter Vergleiche zu Kalzium mit Vitamin D fand keinen statistisch signifikanten Anstieg von Herzinfarkten: relatives Risiko 1,09 bei einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von 0,95 bis 1,25. Auch für Schlaganfälle zeigte sich kein signifikanter Anstieg. Ein kleiner Effekt bleibt möglich; Gefäßverkalkung wurde damit nicht direkt gemessen. Bei ausreichender Zufuhr gibt es keinen überzeugend belegten Grund, allein zur Frakturvorsorge zusätzlich Kalzium einzunehmen.
Nierensteine: Der Mechanismus und eine Dosisgrenze lassen sich aus den herangezogenen Studien nicht sicher bestimmen. In einer systematischen Auswertung war Kalzium zusammen mit Vitamin D mit etwas mehr diagnostizierten Harnsteinen verbunden: Die absolute Risikodifferenz betrug 0,33 Prozentpunkte. Für Kalzium allein zeigte sich kein Anstieg, doch die Schätzung war unpräzise. Wer bereits Nierensteine hatte, sollte eine geplante Ergänzung individuell medizinisch beurteilen lassen. Eine belegte Gegenmaßnahme gegen dieses mögliche Risiko lässt sich aus diesen Daten nicht ableiten.
Clasificación
Eine ausreichende Kalziumzufuhr ist für den Knochen wichtig; langfristig zu geringe Zufuhr kann Knochenmasse und Stabilität beeinträchtigen. Ein enger Knochendichtebefund bei Frauen mit niedriger Ausgangszufuhr rechtfertigt keine allgemeine Aussage zur Frakturprävention. Für zusätzliche Supplemente bei ausreichender Zufuhr ist ein Frakturvorteil nicht überzeugend belegt. Die kleinen Trainingsstudien zu amorphem Kalziumcarbonat lassen einen allgemeinen Kraft- oder Erholungseffekt offen. Entscheidend wären größere Replikationen mit erfasster Ausgangszufuhr und auch mit üblichen Kalziumformen.
Fuentes
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Calcium. Referenzwerte. Código abierto
- Bolland MJ et al. Calcium intake and risk of fracture: systematic review. BMJ. 2015. PubMed
- Huo X et al. Calcium Supplements and Risk of CVD: A Meta-Analysis of Randomized Trials. Curr Dev Nutr. 2023. PubMed
- Dawson-Hughes B et al. A controlled trial of the effect of calcium supplementation on bone density in postmenopausal women. N Engl J Med. 1990. PubMed
- Kahwati LC et al. Vitamin D, Calcium, or Combined Supplementation for the Primary Prevention of Fractures in Community-Dwelling Adults: Evidence Report and Systematic Review for the US Preventive Services Task Force. JAMA. 2018. PubMed
- Weinstein Y et al. The Effects of Amorphous Calcium Carbonate (ACC) Supplementation on Resistance Exercise Performance in Women. Nutrients. 2023. PubMed
- Hoffman JR et al. Examination of Amorphous Calcium Carbonate on the Inflammatory and Muscle Damage Response in Experienced Resistance Trained Individuals. Nutrients. 2022. PubMed
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