HMB

HMB ist ein Leucin-Metabolit. Bei jungen Krafttrainierenden ist ein zusätzlicher Nutzen für Muskelmasse oder Kraft nicht gezeigt; bei diagnostizierter Sarkopenie gibt es Hinweise auf Vorteile bei Muskelmasse und Handgriffkraft.

Auch bekannt als: Beta-Hydroxy-Beta-Methylbutyrat, HMB-Ca, HMB-Freisäure

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HMB, ausgeschrieben β-Hydroxy-β-Methylbutyrat, ist ein Metabolit der Aminosäure Leucin. Als Supplement wurde es unter anderem während Krafttraining untersucht. In Studien werden die freie Säure (HMB-FA) und das Kalziumsalz (HMB-Ca) verwendet.

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Proteinhaushalt als Hypothese

Muskelwachstum hängt vom Verhältnis zwischen Proteinaufbau und Proteinabbau ab. Die Vorstellung, HMB könne dieses Verhältnis günstig verschieben, ist eine mechanistische Hypothese. Die hier ausgewerteten Trainingsstudien messen vor allem Muskelgröße, Körperzusammensetzung und Kraft; sie belegen keinen bestimmten Signalweg als Ursache ihrer Ergebnisse.

Ob eine kurzfristige Änderung des Muskelproteinumsatzes bei wiederholter Einnahme zu mehr Muskelmasse oder Kraft führt, bleibt offen. Dafür müssten Proteinumsatz und langfristige Trainingsendpunkte in derselben Untersuchung miteinander verknüpft werden.

Lo que muestran los estudios

In einer randomisierten Studie trainierten 44 krafttrainierte Männer zwölf Wochen lang und erhielten täglich 3 g HMB-FA, 3 g HMB-Ca oder Placebo. Ihre Proteinzufuhr lag bei mindestens 1,7 g pro Kilogramm Körpergewicht und Tag. Bei fettfreier Masse, Muskelquerschnitt, Bankdrücken und isometrischer Kniestreckkraft gab es keine Unterschiede zwischen den Gruppen. Die fettfreie Masse stieg um 1,8 ± 1,8 kg mit HMB-FA, 0,8 ± 1,4 kg mit HMB-Ca und 0,9 ± 1,4 kg mit Placebo; diese Zahlen begründen keinen gesicherten Vorteil.

Beim Beinpresse-Maximum fand dieselbe Studie einen kleinen statistischen Vorteil für HMB-FA. Muskelkater und der Kraftabfall 48 Stunden nach dem Training unterschieden sich dagegen nicht erkennbar. Ein einzelner positiver Kraftendpunkt neben mehreren Nullbefunden belegt weder einen allgemeinen Trainingseffekt noch eine verlässlich ansprechende Untergruppe.

Eine Metaanalyse von elf Studien fand bei jungen Erwachsenen während Widerstandstraining keinen signifikanten HMB-Effekt auf fettfreie Masse oder Fettmasse, ausgewertet bei 302 Personen, und keinen signifikanten Effekt auf Kraft, ausgewertet bei 248 Personen. Für das Gesamtkörpergewicht wurde ein statistisch signifikanter Effekt berichtet; eine gepoolte Effektgröße dafür nennt das Abstract nicht. Drei von 14 geeigneten Studien wurden nach Datenextraktion und Funnel-Plot-Prüfung ausgeschlossen. Das Abstract berichtet keine Prüfung von Moderatoren oder individuellen Reaktionsmustern. Der Nullbefund für Muskelmasse und Kraft beschreibt deshalb den untersuchten Durchschnitt und klärt mögliche Untergruppen nicht abschließend.

Bei Menschen mit diagnostizierter Sarkopenie ergab eine Metaanalyse von fünf randomisierten Studien einen kleinen Vorteil beim Skelettmuskelmassenindex: standardisierte Mittelwertdifferenz 0,32, 95-%-Konfidenzintervall 0,00 bis 0,64, bei 154 Personen. Für die Handgriffkraft betrug sie 0,65, 95-%-Konfidenzintervall 0,05 bis 1,25, bei 359 Personen. Für die Gehgeschwindigkeit war kein Vorteil nachgewiesen. Die Intervalle lassen die Größe des möglichen Nutzens offen.

HMB bei diagnostizierter Sarkopenie: drei unterschiedliche Endpunkte

Darstellung: Drei horizontale Punktschätzer mit 95-%-Konfidenzintervallen auf einer gemeinsamen Achse der standardisierten Mittelwertdifferenz; eine senkrechte Linie markiert null. Daten: Skelettmuskelmassenindex: 0,32 (0,00 bis 0,64), 154 Personen. Handgriffkraft: 0,65 (0,05 bis 1,25), 359 Personen. Gehgeschwindigkeit: 0,19 (−0,14 bis 0,53), 359 Personen. Einheit aller Werte: standardisierte Mittelwertdifferenz. Fundstellen: Quellen-ID s5, Evidenzmatrix, Zeilen zu Skelettmuskelmassenindex, Handgriffkraft und Gehgeschwindigkeit, jeweils Feld effectSize. Hinweise: Die Endpunkte haben unterschiedliche Stichprobengrößen. Die Grafik zeigt Effektschätzer bei diagnostizierter Sarkopenie, keine Dosis-Wirkungs-Kurve und keinen direkten Vergleich mit gesunden Krafttrainierenden.

Gepoolte Ergebnisse aus fünf randomisierten Studien bei diagnostizierter Sarkopenie; Punkte zeigen standardisierte Mittelwertdifferenzen, Linien die 95-%-Konfidenzintervalle.

Für eine andere Frage, HMB zusätzlich zu strukturiertem Widerstandstraining ab 50 Jahren, fasste eine Metaanalyse 13 randomisierte Studien mit 561 Personen zusammen. Sie fand keinen signifikanten Zusatznutzen: Für Fettmasse betrug die standardisierte Mittelwertdifferenz 0,24 (95-%-Konfidenzintervall −0,01 bis 0,49), für Muskelmasse 0,05 (−0,10 bis 0,20) und für Kraft 0,04 (−0,72 bis 0,63). Bei den Kraftendpunkten war die Streuung zwischen den Studien hoch; eine Moderatoranalyse wird im Abstract nicht berichtet. Dieser Befund widerlegt den möglichen Nutzen bei diagnostizierter Sarkopenie nicht, lässt ihn aber nicht auf ältere Trainierende allgemein übertragen.

Für HMB allein während eines Kaloriendefizits bei trainierten Bodybuilding- oder Physique-Athleten liegt in der ausgewählten Evidenz kein brauchbarer kontrollierter Versuch vor. Muskelerhalt in einer Diät bleibt hier eine offene Vorhersage: Entscheidend wären gemessene Veränderungen von Muskelmasse und Kraft gegenüber Placebo unter gleichem Training und gleicher Energiezufuhr.

Dosis

  • Für Krafttraining: In der direkten Vergleichsstudie wurden 3 g täglich geprüft. Bei den meisten Muskel- und Kraftendpunkten entstand daraus kein belegter Zusatznutzen; eine wirksame oder optimale Dosis ist damit nicht bestimmt.
  • HMB-FA oder HMB-Ca: Beide Formen wurden in dieser Dosis direkt verglichen. Der kleine Beinpressebefund reicht nicht für eine allgemeine Empfehlung zugunsten der freien Säure.
  • Aufteilung über den Tag: Ein Vorteil von zwei oder drei Einzeldosen gegenüber einer anderen Einnahmeweise wurde mit den ausgewählten Quellen nicht belegt.
  • Bei diagnostizierter Sarkopenie: Die Metaanalyse deutet auf Vorteile bei Muskelmasse und Handgriffkraft hin, nennt im Abstract aber keine zusammengefasste Dosis oder Form. Daraus lässt sich kein bestimmtes Einnahmeschema ableiten.

Efectos secundarios

In einer Zusammenfassung von neun Humanstudien mit oral verabreichten 3 g HMB täglich über drei bis acht Wochen wurden keine nachteiligen Veränderungen der untersuchten Blutwerte, Gewebe- und Funktionsmarker oder Gesundheitsfragebögen berichtet. Ein spezifischer Schadensmechanismus oder ein dosisabhängiger Grenzwert lässt sich daraus nicht bestimmen.

Diese Kurzzeitdaten können seltene Ereignisse, langfristige Folgen und Wechselwirkungen mit Arzneimitteln nicht zuverlässig beurteilen. Für HMB-spezifische Wechselwirkungen liegt in der ausgewählten Evidenz keine brauchbare Studie vor. Wer während der Einnahme Beschwerden entwickelt oder regelmäßig Arzneimittel nimmt, sollte die Einnahme mit einer medizinischen Fachperson besprechen; eine belegte HMB-spezifische Gegenmaßnahme gibt es hier nicht.

Clasificación

Für junge Erwachsene im Krafttraining ist ein zusätzlicher Gewinn an Muskelmasse oder Kraft im Mittel nicht gezeigt. Ein Vorteil speziell für Anfänger lässt sich aus den ausgewählten Studien nicht verlässlich ableiten. Bei diagnostizierter Sarkopenie gibt es Hinweise auf einen Nutzen für Muskelmasse und Handgriffkraft, aber keinen nachgewiesenen Vorteil für Gehgeschwindigkeit. Bei älteren Erwachsenen unter strukturiertem Krafttraining fehlt ein belegter Zusatznutzen.

Bei diagnostizierter Sarkopenie bleibt HMB eine prüfbare Möglichkeit. Für andere Situationen mit erhöhtem Muskelverlust ist ein Nutzen mit diesen Quellen nicht belegt. Ob HMB trainierte Menschen in einer Diät schützt, welche Dosis dafür nötig wäre und wer individuell anspricht, ist offen.

Fuentes

  1. Tritto AC et al. Negligible Effects of β-Hydroxy-β-Methylbutyrate Free Acid and Calcium Salt on Strength and Hypertrophic Responses to Resistance Training: A Randomized, Placebo-Controlled Study. Int J Sport Nutr Exerc Metab. 2019. PubMed
  2. Jakubowski JS et al. Supplementation with the Leucine Metabolite β-hydroxy-β-methylbutyrate (HMB) does not Improve Resistance Exercise-Induced Changes in Body Composition or Strength in Young Subjects: A Systematic Review and Meta-Analysis. Nutrients. 2020. PubMed
  3. Gu WT et al. The effects of β-hydroxy-β-methylbutyrate supplementation in patients with sarcopenia: A systematic review and meta-analysis. Maturitas. 2025. PubMed
  4. Wang G et al. Efficacy of HMB supplementation as an adjunct to resistance training in older adults: a comprehensive meta-analysis. Age Ageing. 2026. PubMed
  5. Nissen S et al. beta-hydroxy-beta-methylbutyrate (HMB) supplementation in humans is safe and may decrease cardiovascular risk factors. J Nutr. 2000. PubMed

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