EPO

EPO regt die Bildung roter Blutkörperchen an und kann maximale Laborwerte der Ausdauerleistung verbessern. Für Muskelaufbau oder Kraftzuwachs bei Kraftsportlern fehlt ein belastbarer Nachweis; eine sichere Dosis zur Leistungssteigerung lässt sich nicht angeben.

Auch bekannt als: Erythropoietin, Epoetin

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que es

EPO steht für Erythropoietin, einen Signalstoff der Blutbildung. Arzneiliche Formen wie Epoetin beta werden zur Behandlung bestimmter Anämien eingesetzt, unter anderem bei chronischer Nierenerkrankung.

como funciona

Blutbildung und Leistung

EPO regt die Bildung roter Blutkörperchen an. Mehr Hämoglobin kann die Sauerstofftransportkapazität erhöhen. Das macht bessere Ausdauerwerte plausibel, sagt aber noch nichts über Kraftzuwachs oder eine schnellere Wettkampfzeit. Diese Endpunkte müssen jeweils gemessen werden.

Verabreichungsweg

In einer pharmakokinetischen Studie mit sechs gesunden Männern wurden nach 50 IU/kg rekombinantem EPO die intravenöse und die subkutane Gabe verglichen. Nach subkutaner Gabe lag der Konzentrationsgipfel im Mittel bei 13 ± 6 Stunden; die über 72 Stunden gemessene Bioverfügbarkeit betrug 36 ± 23 Prozent. Der Verabreichungsweg verändert somit den Konzentrationsverlauf. Die Studie bestimmt keine Dosis für sportliche Leistung.

Lo que muestran los estudios

In einer doppelblinden Studie erhielten 29 gesunde Erwachsene einmalig 60.000 IU EPO oder Placebo. Die maximale Arbeitsleistung lag unter beiden Bedingungen bei 3,5 W/kg. Auch für die maximale und die submaximale Sauerstoffaufnahme zeigte sich kein allgemeiner Effekt. Geschlecht wurde als möglicher Moderator geprüft; Interaktionen bei einzelnen Messwerten belegen noch keine verlässlich profitierende Untergruppe.

Bei 48 gut trainierten männlichen Radfahrern wurde Epoetin beta über acht Wochen mit Placebo verglichen. Die maximale Leistung im Labortest lag mit EPO im Mittel bei 351,55 statt 341,23 Watt. Bei submaximaler Testleistung und der Zeit beim Mont-Ventoux-Rennen fand sich dagegen kein Gruppenunterschied. Eine Metaanalyse kontrollierter Studien bewertete die Evidenz für Verbesserungen hämatologischer und maximaler Leistungswerte als niedrig bis moderat. Die berichteten Verbesserungen betrafen fast ausschließlich maximale Belastungen; ein allgemeiner Vorteil bei wettkampfnaher Leistung ist damit nicht gesichert.

Der Nullbefund nach einer Einzeldosis lässt sich nicht auf eine achtwöchige Gabe übertragen. Umgekehrt belegt ein besserer maximaler Labortest weder einen Rennvorteil noch einen Nutzen für Kraftsportler.

In einem Langzeitprotokoll mit acht Personen zeigte eine EPO-Gabe über 14 Wochen keinen erkennbaren Effekt auf Muskelfaserfläche oder Kapillaren pro Muskelfaser. Kraft wurde nicht gemessen; der Abstract berichtet keine Moderatoranalyse.

Ob wiederholte EPO-Gabe bei Kraftsportlern Muskelmasse oder Kraft verändert, bleibt offen. Eine kontrollierte Studie müsste genau diese Endpunkte nach mehreren Wochen Training messen. Die Muskelbiopsien allein entscheiden diese Frage nicht.

Dosis

  • Medizinische Behandlung: Dosis und Überwachung richten sich nach der Erkrankung und gehören in ärztliche Hand.
  • Leistungssteigerung: Aus den vorliegenden Studien lässt sich keine zugleich wirksame und sichere Dosis für gesunde Athleten ableiten.
  • Studienmengen: Die einmalig geprüften 60.000 IU und die 50 IU/kg der pharmakokinetischen Untersuchung sind Versuchsdosen, keine Anwendungsempfehlungen.

Efectos secundarios

Bluthochdruck

In einer Netzwerkmetaanalyse bei Erwachsenen mit chronischer Nierenerkrankung und Anämie waren die Odds für Bluthochdruck unter Epoetin beta gegenüber Placebo wahrscheinlich erhöht: OR 2,17, 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,17 bis 4,00. Ein konkreter Mechanismus und eine einheitliche Dosis für diesen Vergleich gehen aus dem Abstract nicht hervor. Unter medizinischer Behandlung wird der Blutdruck überwacht; bei einem Anstieg muss die Behandlung ärztlich überprüft werden. Die Odds Ratio beziffert weder das Risiko gesunder Athleten noch einen sicheren Grenzwert für eine nichtmedizinische Anwendung.

Gerinnungsmarker und schwere Herz-Kreislauf-Ereignisse

Bei trainierten Radfahrern stiegen unter EPO bestimmte Marker der Endothel- und Thrombozytenaktivierung, insbesondere im Zusammenhang mit maximaler Belastung. Das spricht für eine Veränderung gerinnungsnaher Prozesse, ist aber keine Messung tatsächlicher Thrombosen. Die Daten stammen aus demselben Studienprogramm wie die Radfahrerstudie zur Leistung und sind keine unabhängige Bestätigung. In der Netzwerkmetaanalyse bei Nierenkranken blieben die vergleichenden Effekte auf schwere Ereignisse wie Herzinfarkt und Schlaganfall unsicher. Für gesunde Athleten sind weder eine verlässliche Dosis-Risiko-Grenze noch wirksame Gegenmaßnahmen belegt.

Clasificación

Für maximale Ausdauerwerte im Labortest gibt es Hinweise auf einen Nutzen nach wiederholter Gabe. Daraus folgt kein gesicherter Vorteil bei submaximaler oder wettkampfnaher Leistung. Für Muskelaufbau und Kraftzuwachs bei Kraftsportlern ist ein Nutzen nicht gezeigt. Die kleine Muskelbiopsiestudie schließt ihn auch nicht allgemein aus. Wer EPO wegen einer Anämie erhält, braucht eine individuelle medizinische Beurteilung und Überwachung des Blutdrucks.

Fuentes

  1. Heuberger JAAC et al. Effects of erythropoietin on cycling performance of well trained cyclists: a double-blind, randomised, placebo-controlled trial. Lancet Haematol. 2017. PubMed
  2. Trinh KV et al. Effect of erythropoietin on athletic performance: a systematic review and meta-analysis. BMJ Open Sport Exerc Med. 2020. PubMed
  3. Haider T et al. A Single 60.000 IU Dose of Erythropoietin Does Not Improve Short-Term Aerobic Exercise Performance in Healthy Subjects: A Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Crossover Trial. Front Physiol. 2020. PubMed
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  6. Heuberger JAAC et al. Additive effect of erythropoietin use on exercise-induced endothelial activation and hypercoagulability in athletes. Eur J Appl Physiol. 2020. PubMed
  7. Chung EY et al. Erythropoiesis-stimulating agents for anaemia in adults with chronic kidney disease: a network meta-analysis. Cochrane Database Syst Rev. 2023. PubMed

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